Staatsminister Helmut Brunner besucht neue Flüchtlingsunterkunft in Halfing

Im Februar begannen die Bauarbeiten, nun ist die Flüchtlings-Unterkunft im oberbayerischen Halfing fast fertig. Anfang Juni werden die 80 Bewohner einziehen. Vorher nutzte Staatsminister Helmut Brunner die Gelegenheit, das Gebäude anzuschauen.Dieser Tage besuchte Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die neue Flüchtlingsunterkunft in Halfing – dreieinhalb Monate nach Baubeginn, zwei Wochen vor Bezug. Das Projekt zeigt, in welch kurzer Zeit der bayerische Holzbau qualitativ hochwertigen Wohnraum errichten kann. Der Energiebedarf zum Heizen wird weit unter dem liegen, was der Gesetzgeber in seiner Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert. 21 Wohnungen für jeweils vier Personen befinden sich in den beiden zweigeschossigen Gebäuden, insgesamt knapp über 1.000 m2 Wohnfläche. Ergänzend gibt es einen Waschraum und einen Gemeinschaftsraum für Schulungen und andere Aktivitäten. Die Pellet-Heizungsanlage befindet sich in einem separaten Gebäude. Später lassen sich die nicht unterkellerten Gebäude problemlos umbauen oder ab- und an anderer Stelle wieder aufbauen. Brunner war beeindruckt: „Wir stehen hier nicht vor einer primitiven Billiglösung, sondern vor einem ansprechenden, hochwertigen Bau mit positiver Energie- und Ökobilanz, sowie einfachen späteren Umnutzungsmöglichkeiten. Gerade diese Flexibilität in der Nutzung ist wichtig.“ Er betonte, dass trotz der großen Herausforderung im Wohnungsbau die Nachhaltigkeit nicht aus dem Auge verloren werden darf – was für die verstärkte Anwendung der Holzbauweise spricht. Brunner ist auch von ihren gestalterischen Möglichkeiten überzeugt und plädiert deshalb dafür, den neue Konzertsaal in München in Holzbauweise zu errichten: „Auch architektonisch kann Holz innen wie außen Weltniveau erreichen.“
Brunner betonte den Willen der Bayerischen Staatsregierung, bei der Lösung des Wohnraum-Problems Impulse zu setzen: „Mit dem im Oktober 2015 initiierten Wohnungspakt Bayern stellt die Staats-regierung bis zum Jahr 2019 rund 2,6 Mrd. Euro bereit. Dadurch sollen jedes Jahr 6.000 bis 7.000 Wohnungen entstehen. Ich denke, das ist ein wichtiger erster Schritt für mehr erschwinglichen Wohnraum. Auch das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm, die zweite Säule des Wohnungspakts Bayern, ist bereits angelaufen. Mit dem Ausbau der staatlichen Wohnraumförderung, der dritten Säule, soll die Bautätigkeit der Unternehmen angeschoben werden.“
Weitere Informationen: www.schneller-wohnraum.de
Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks
www.lifepr.de/newsroom/ bayerisches-zimmererhandwerk

Foto: Zimmererhandwerks-Präsident Peter Aicher und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg