Schulterschluss im alpenländischen Agrar-Bereich

Bayern, Österreich und Südtirol wol-len in Sachen Agrarforschung und –bildung künftig eng zusammenarbeiten. Das haben der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der österreichische Bundesagrarminister Andrä Rupprechter sowie sechs Agrar-landesräte aus Österreich und Südtirol jetzt bei einem Treffen auf dem Zent-ral-Landwirtschaftsfest in München vereinbart. Wie Brunner im Anschluss mitteilte, soll dazu ein gemeinsames Memorandum vorbereitet und unter-zeichnet werden – als politische Grundlage für eine enge Forschungs- und Bildungskooperation der Regionen des Alpenbogens. „Wir wollen die Netzwerke und den Austausch zwischen unseren Universitäten und Landes-anstalten deutlich intensivieren“, sagte Brunner. Schließlich gebe es eine ganze Reihe gemeinsamer Herausforderungen wie Klimawandel, Ressour-censchutz oder die Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen für die Bauern. Nach Aussage des Ministers haben Bayern, Österreich und Südtirol wegen der vergleichbaren Agrarstrukturen viele gemeinsame Interessen. Deshalb sei es inzwischen gute Tradition, sich in agrarpolitischen Fragen eng abzustimmen. Die Details der neuen Kooperation sollen in den nächsten Monaten von Agrarexperten der beteiligten Länder erarbeitet werden.

Foto Schmalz/StMELF: Fast die gesamte Spitze der Agrarpolitik aus Österreich und Südtirol war der Einladung Brunners auf das Zentral-Landwirtschaftsfest in München gefolgt.

Das Bild zeigt die Minister Brunner (3.v.l.) und Rupprechter (4.v.l.) mit den Landesräten – v. l. Josef Geisler (Tirol), Johann Seitinger (Steiermark), Dr. Stephan Pernkopf (Niederösterreich), Max Hiegelsberger (Oberösterreich) und Arnold Schuler (Südtirol). Landesrat Erich Schwärzler (Vorarlberg) ist nicht auf dem Foto, er musste früher weg.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg