Samerberger Sternsinger für Rumänien-Kinder unterwegs

In verscheidenen Gruppen, insgesamt mitt 35 Jugendlichen aus der Pfarrei „Maria Himmelfahrt“ auf dem Samerberg machten sich die Sternsinger in diesen Tagen auf den Weg, um die frohe Botschaft zu verkünden. Unsere Bilder zeigen eine Sternsingergruppe beim Besuch des Rathauses von Törwang. Der gesammelte Érlös der Sternsinger-Aktion vom Samerberg kommt heuer der Rumänienhilfe und damit armen Kindern und Familien in Rumänien zugute.Fotos: Hötzelsperger
„Bildungshilfe für bedürftige Kinder in Lipova/Rumänien“, (Schülerwohnheim Jakobus-Haus), über das Dekanat Inntal.  „Spende ist für bedürftige Kinder im Schülerwohnheim Jakobus-Haus der Caritas in Lipova/Rumänien. Diese begabten Kinder könnten  aufgrund der weiten Entfernungen zur Schule diese nicht besuchen“.

Die Caritas Lipova investiert die erhaltenen Spenden in verschieden Projekte. Das größte Projekt ist das Jakobushaus – ein Wohnheim, errichtet für 24 Kinder vom Land. Sie sind durch ihre geographische Lage im Zugang zu höheren Schulen beträchtlich benachteiligt. Durch dieses Wohnheim wird diesen Kindern und Jugendlichen ein Abschluss einer höheren Schule ermöglicht.

Wie Sie wissen, dient das Jakobus-Haus-Projekt dazu, Jugendlichen, die in abgelegenen Dörfern wohnen und deren Eltern kein Geld haben für ein Internat oder eine private Unterbringung in einem Ort, in dem es eine höhere Schule gibt, dennoch die Möglichkeit eines höheren Schulabschlusses zu eröffnen. Die Schulpflicht ist zwar nach der achten Klasse erfüllt, aber nach acht Schuljahren hat man praktisch keine Chance auf irgendeine Anstellung. So gut wie jeder Arbeitgeber verlangt wenigstens zwölf Klassen, die mit dem sogenannten Bacalaureat abgeschlossen werden. Viele wählbare Lernprofile sind sehr praktisch ausgerichtet und entsprechen eher einer Berufsschule denn einem Gymnasium. Von den Bewohnern unseres Jakobus-Hauses haben viele (vor allem männliche) die Profile Mechanik oder Elektrotechnik gewählt. Unter den Mädchen ist das Profil Wirtschaft und Buchhaltung beliebt.
Voraussetzung für die Aufnahme in unser Wohnheim ist Lernbereitschaft. Allerdings gibt es keinen Mindestnotendurchschnitt, denn manche kommen mit einem sehr schlechten Notendurchschnitt zu uns, einfach weil sie den größten Teil des Tages unterwegs waren zur Schule und von dort wieder nach Hause. Einen Schüler haben wir, bei dem es im Elternhaus keinen Tisch gibt. Er konnte nur auf einem Bett sitzend und auf den Knien schreibend Hausaufgaben erledigen. Außerdem wird er zu Hause zu verschiedenen Arbeiten herangezogen vom Kühe Hüten bis zu Bauarbeiten. Es ist klar, dass dabei keine guten Schulnoten herauskommen können. Seit er in unserem Wohnheim ist, hat sich sein Notendurchschnitt sehr verbessert. In keinem Fach ist mehr die Versetzung in die nächsthöhere Klasse gefährdet. Nur seine Leidenschaft für Computerspiele muss immer wieder gebremst werden, obwohl sie verständlich ist, denn der PC ist für ihn das Symbol seines neuen Lebens und einer früher ungeahnten Horizont-Erweiterung.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg