Rosenheimer Wirte-Jahresabschluss „Beim Has´n“ in Rimsting

Zur Jahresschluss-Versammlung konnte BHG-Kreisvorsitzender Franz Bergmüller gut zwei Dutzend Kolleginnen und Kollegen im weihnachtlich geschmückten Landhotel „Beim Has´n“ in Rimsting willkommen heißen. Zu Beginn gab Gastgeber Klaus Bauer einen Überblick über die Historie des Hauses. Die Entstehung des Hauses geht auf das Jahr 1733 zurück und war rein landwirtschaftlich geprägt. Im Lauf der Zeit wurde die Zimmervermietung eingerichtet. Nach dem Krieg wurden Flüchtlinge einquartiert. Im Jahre 1962 wurde wieder vergrößert und im Jahr 1968 die Landwirtschaft aufgegeben. Im Jahre 1972 wurde ein altes Wirtschaftsgebäude abgerissen und neu gebaut. Zu dieser Zeit konnte man 80 Gäste in 38 Zimmer unterbringen. Die Familie hatte fünf Kinder. Klaus Bauer erklärte sich bereit, obwohl er im Maschinenbau tätig war, das Gasthaus von seinen Eltern zu übernehmen. 1982 wurde das Wirtshaus gebaut mit der „Has´nstube“, mit einem Kaffee und mit einer Wirtsstube. Das Gasthaus hat sich gut etabliert und man hatte einen sehr guten Stammtisch und viele Busgruppen. 1999 wurde ein Schützenkeller angebaut, in dem die Rimstinger Schützen für ihre 300 Mitglieder einen Übungsraum für ihre sehr gut besuchten Schützenabende haben. 2005 wurde das Hotel neu gestaltet und die Zimmer vergrößert. Nach dem Umbau blieben 23 komfortable Zimmer übrig. Das 3-Sternehaus hat eine Bettenauslastung von rund 65%. Wie bei vielen anderen Gasthäusern klagt auch Klaus Bauer über einen eklatanten Fachkräftemangel in Küche und Service. Dadurch wurden auch die Öffnungszeiten geändert. Das Gasthaus hat abends und an Sonn- und Feiertagen ganztägig geöffnet. Durch den Umbau 2006 wurde durch nicht vorhersehbare Kostenmehrung die Kreditaufnahme weit überschritten und nur durch Fleiß und durch den Rückhalt der beiden Töchter, die im Betrieb mitarbeiten, konnten die Probleme gelöst werden. Anschließend erfolgte ein Rundgang durch das Hotel, dem Schützenkeller und dem Gasthaus.

Franz Bergmüller ging hernach auf aktuelle Branchenthemen ein. Es wurde wieder einmal das Dauer-Thema Fusion der beider touristischen Verbände Chiemgau und Chiemsee-Alpenland diskutiert. In diesem Punkt bewegt man sich immer wieder –so der Gastronomiesprecher – auf der Stelle. Der Termin 1. Januar 2016 ist abgesagt. Die Verschiebung auf 1. Juli 2016 steht im Moment auch nicht zur Debatte. Die BHG-Vertreter zweifelten daran, dass der Zusammenschluss in nächster Zeit kommt und dass damit touristische Gelder konzentriert eingesetzt werden. Ein weiteres Thema war die Vereins- und Schwarzgastronomie, hierzu fordert der BHG gleiches Recht und gleiche Behandlung für alle. Franz Bergmüller forderte des weiteren, dass ähnlich wie im Pflegebereich die gastronomischen Berufe als Mangelberufe anerkannt werden. Dann könnte man außerhalb Europas z. B. in Asien Fachkräfte bekommen. Es h

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg