Priener Bauerntheater-Premiere mit RegnWurmOrakl

Wenn Lachen gesund ist, dann ist der Besuch des Priener Bauerntheater mit der heurigen Weihnachts-Aufführung „RegnWurmOrakl“ eine Therapie oder noch besser eine Besuchspflicht ohne ärztliche Verordnung. Viel zu lachen gab es bei der Premiere, es folgen noch weitere Aufführungen. Für ständige Heiterkeit auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sorgten bei der Premiere im Kleinen Kursaal im Haus des Gastes in erster Linie Falotta und Lumpazi Nassauer, die als „Lotti“ und „Lumpi“ in einer schäbigen Hütte am Schilfdorfer Weiher wohnten bzw. darin hausten. Allein schon der Bühnenaufbau durch Rudi Eichwaldt (samt Malerei) und von Andreas Obermüller und damit der Nachbau der heruntergekommenen Fischerhütte sorgte für Staunen und Lachen.

„Lotti“ (Brigitte Sperber) und „Lumpi“ (Christian Lackerschmid) leben in Ruhe, zufrieden, ungestört und vom Schwarzfischen. Was sie sonst noch brauchen, organisieren sie sich von der Nachbarschaft, die hierüber allerdings nicht immer hocherfreut ist. Im Gegenteil: plötzlich wird die Ruhe in der Fischerhütte von der erzürnten Gickerl-Walli (Christine Perl) gestört. Doch auch sie vermag das Leben des fidelen Lumgengesindels nicht zu ändern. Als aber der hypochondrische Jungbauer Hans Hasenfuß (Florian Fischer) mit seinem großspurigen Spezl „Zasterschorsch“ (Hansi Wallner) auftaucht, um seinen leiblichen Vater aufzuspüren, kommen die Turbulenzen so richtig in Gang. Die resche Kellnerin Zenz (Magdalena Paar) hilft bei der „Vater-Sucher“ und die esoterisch angehauchte Nachbarin Mumien-Reserl (Sabine Löhmann) berichtet über ihre vermeintlich erfolgreichen Forschungen zur Hellseherei. Der Lotte setzen sie mit der Kunst des Orakelns und dem damit zu verdienenden Geld einen Wurm ins Ohr, der in der weiteren Handlung eine arg-lustige Fortsetzung findet. Voraussehbarer Reichtum, Ehekrise und eine Indiskretion des unterdrückten Gockerl-Willi (Wast Bauer) sorgen für pausenlose Heiterkeit im ländlichen Schwank von Ralph Wallner in drei Akten. Zu Beginn und in der ersten Pause spielten die Mitglieder der Trautersdorfer Musik, deren nächster Auftritt außerhalb von Prien am Freitag, 15. Januar auf der Grünen Woche in Berlin sein wird (es bestehen hierzu noch Bus-Mitfahrgelegenheiten ab Prien vom 14.-17. Januar, Näheres unter 08051-3604). Beim gekonnten Bühnenaufbau wurden Rudi Eichwaldt und Anderl Obermüller unterstützt von Paul Panzer und Hans Petermüller, die Technik lag in den bewährten Händen von Andi Titze und für die Maske waren Irmi Furtner und Gabi Pfliegl zuständig. Weiter Helfer vor beziehungsweise hinter der Bühne waren Kassenwartin Gretl Fischer und Gabi Siebert, die in der Pause im Haus-des-Gastes-Foyer für Getränke und Imbiss sorgte. Spielleiter und Souffleur Franz Fritz freute sich zu Beginn bei seiner Begrüßung, dass es auch heuer wieder gelungen ist, weihnachtliche Fröhlichkeit für zwei vergnügliche Stunden zu erzeugen. Zugleich bedankte sich Franz Fritz bei der VR Bank in Prien und bei der Metzgerei Moritz für deren Unterstützungen bei Proben und Werbung und er lud dann noch für die weiteren Aufführungen ein. Diese sind jeweils um 20 Uhr im kleinen Kursaal am Sonntag, 27. Dezember, am Mittwoch, 30. Dezember sowie am Samstag, 2. Januar. Eine Nachmittags-Vorstellung mit vergünstigtem Eintritt ist am Sonntag, 3. Januar um 16 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf im Ticketbüro Prien, Tel. 08051-965660 oder jeweils an der Abendkasse.

Fotos: Hötzelsperger/Hans Stoib – Eindrücke von der Premiere vom Priener Bauerntheater „RegnWurmOrakl“

Nähere Informationen: www.prien.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg