Preise für Aschau-Sachrang-Stiftung 2017

Monika Pfaffinger und Dieter Höpfner, die beiden Vorsitzenden der Sachrang-Stiftung kamen zu Bürgermeister Peter Solnar ins Aschauer Rathaus, um die beiden noch ausstehenden diesjährigen Förderpreise für die Bereiche Kunst und Kultur, sowie Bürgerschaftliches Engagement zu vergeben.

Bürgermeister Solnar nahm für die Gemeinde Aschau und die Preysing Grundschule einen Scheck über 500 Euro zur Unterstützung der Bläserklasse entgegen. In seiner Laudatio führte der zweite Vorsitzende der Stiftung Dieter Höpfner aus, dass an der Grundschule im Rahmen der besonderen musischen Aus- und Weiterbildung der Kinder unter anderem eine Bläserklasse aufgebaut werde. „Für die Unterstützung und Realisierung dieser der Kunst und Kultur im Priental besonders zugewandten Aktivitäten mit der Möglichkeit Instrumente und Noten zu erwerben, wird diese Förderung vergeben“. Bürgermeister Solnar bedankte sich bei den Verantwortlichen der Stiftung, die dieses große Engagement der Gemeinde Aschau zur Förderung der Musik und der musikalischen Ausbildung der Kinder durch die Verleihung des Preises würdigten. Auf Anregung der Aschauer Musikkapelle und in Zusammenarbeit mit der Musikschule Grassau wurde das Klassenmusizieren 2006 an der Aschauer Schule eingeführt. Zwei Jahre erhalten die Kinder der dritten und vierten Klasse mit ihren Instrumenten eine musikalische Grundausbildung. Danach sind die jungen Musikanten soweit fortgeschritten, dass sie im Einzel- oder Gruppenunterricht weitermachen und bereits in einem Jugendblasorchester mitspielen können. Die Gemeinde Aschau stellte zur Anschaffung der Leihinstrumente einen Sockelbetrag von 20000 Euro bereit. Zusätzlich beteiligte sich die Gemeinde seit der Einführung vor über zehn Jahren stets an den Unterrichtskosten. Das Klassenmusizieren finanziert sich zu 40 Prozent aus Elternbeiträgen, aus einem Staatszuschuss von zehn Prozent und einem Kommunalzuschuss von 50 Prozent.
Den Preis für den Bereich Bürgerschaftliches Engagement erhielt der Aschauer Helferkreis. Philipp Ramming, der Leiter des Seniorenbeirats nahm den Preis über 250 Euro entgegen. Monika Pfaffinger und Dieter Höpfner bedankten sich bei den Mitgliedern des Helferkreises für ihr außerordentliches Engagement zum Wohle der Gemeinschaft. Einzelne Helfer aus diesem Gremium wurden für ihre Arbeit bereits mit der Bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. „Der Aschauer Helferkreis (AHK) hat sich große Verdienste für die ehrenamtliche Betreuung einschließlich der Fahrdienste für Senioren und Hilfsbedürftige in Sachrang, im Priental und in Aschau erworben. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil des ehrenamtlichen Helferbereichs im Gebiet der Sachrang Stiftung geworden“, so Dieter Höpfner.
Die Sachrang-Stiftung wurde 2009 im Saal des Hotels zur Post in Sachrang erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Stifter Robert Huber stammte ursprünglich aus München, er war sehr mit Sachrang und den Bergen verbunden und wohnte bis zu seinem Tod über 30 Jahre im Oberen Priental. Huber war in seinem Berufsleben als Geschäftsführer des Münchner Festringes verantwortlich für die Organisation des Oktoberfestzuges, für alles rund ums Oktoberfest, für den Münchner Fasching „München narrisch“ und für die Schwabinger Kunstwochen. Sein Vermögen stellte er als Grundstock für die Sachrang Stiftung zur Verfügung, die Stiftung wurde von der Regierung von Oberbayern anerkannt.
Zwecke der Stiftung sind die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, die Förderung von Bildung und Erziehung, die Förderung von Kunst und Kultur sowie der Heimatpflege und Heimatkunde. Dies erstreckt sich auf die Förderung und die Erhaltung von Museen, Ausstellungen und Sammlungen, auf die Zuschussvergabe zum Erhalt von Gebäude-, Landschaftsdenkmälern und Flurzeichen, auf die Förderung der musikalischen Aus- und Fortbildung, Zuschussvergabe zu Konzerten, Proben, Reisen und musikalischen Einzelprojekten besonders begabter Einzelpersonen, Kammermusikgruppen und Ensembles, auf die Zuschussvergabe zum Erwerb von Instrumenten, Noten und Musikalien, sowie auf die Förderung von bürgerschaftlichen Engagements, soweit es die flächen-, orts- und gestaltungsplanerische Entwicklung des Gebietes der ehemaligen Gemeinde Sachrang betrifft. Mit der Stiftung soll über politische und gedankliche Grenzen hinweg zunächst der Anreiz für andere Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden, Zustiftungen zu tätigen. Es sollen vor allem aber lokale Synergien geschaffen und die Kommunikation innerhalb der Sachranger Bürgerinnen und Bürger angeregt werden, sich um ihre Heimat zu bemühen, diese lebenswert zu erhalten und Lebensqualität unter Bewahrung der persönlichen und kulturellen Identität zu schaffen“. Eine Förderung von Einzelpersonen oder besonderen Projekten kann durch jedermann mit einem formlosen Antrag bei einem Mitglied des Stiftungsrates eingereicht werden, der Stiftungsrat wählt die förderungswürdigen Vorhaben aus und entscheidet danach über die entsprechenden Zuschüsse.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg – Monika Pfaffinger (zweite von links) und Dieter Höpfner (rechts), die beiden Vorsitzenden der Sachrang-Stiftung kamen mit den beiden Stiftungsbeiräten Georg Antretter (links) und Sebastian Pertl (zweiter von rechts) zu Bürgermeister Peter Solnar (dritter von links) und dem Vorsitzenden des Aschauer Helferkreises Philipp Ramming (dritter von rechts) zur Preisverleihung ins Aschauer Rathaus.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg