Pfarrversammlung in Frasdorf

„Die Kirchturmreparatur war wieder einmal sehr spektakulär“, so der Kirchenpfleger von Frasdorf Johannes Fischer in seinem Jahresbericht bei der Pfarrversammlung im voll besetzten Pfarrsaal. „Wenn man die Mitarbeiter der Firma Wachter dort oben herumturnen sah, da wurde es einem auf dem Erdboden schon schwindlig“.

Aber sonst hatte Johannes Fischer nur Erfreuliches zu berichten: die geforderten Verbesserungen beim Brandschutz in der Kirche wurden erbracht und durch eine Spende können nun die Nummern der Lieder von der Empore aus angezeigt werden. Größere Baumaßnahmen an den kirchlichen Gebäuden stehen derzeit in Frasdorf nicht an. „Dafür aber in Umrathshausen“, ergänzte der dortige Kirchenpfleger Georg Noichl, „der Kirchturm ist an einigen Stellen brüchig und muss wieder hergerichtet werden“. Die Umrathshauser Pfarrgemeinde habe einen schweren Verlust erlitten: nach 55 Jahren im Amt ist die Organistin und Chorleiterin Gertraud Bogenberger hochbetagt verstorben. Das Amt des Chorleiters übernahm Rupert Schäffer. Die Umrathshauser Sternsinger ersangen mit drei Gruppen insgesamt 1530 Euro.
Peter Buchauer berichtete von den vielen Aktivitäten des Pfarrgemeinderates (PGR) und dankte allen, die sich für die Pfarrgemeinde in einem der 30 kirchlichen Gremien engagierten. „Es rührt sich ständig etwas im Dorf, die kirchlichen Gremien sorgen – zusammen mit Pfarrer Johannes Palus und den anderen drei Pfarrgemeinden des Pfarrverbandes Oberes Priental dafür, dass es mit dem kirchlichen Leben in Frasdorf weitergeht. 200 Personen sind in unserem Pfarrverband ehrenamtlich für die Gemeinschaft tätig“.
Besonderen Anklang fand die „Lange Nacht der Kirche“ mit verschiedenen Veranstaltungen rund um die Pfarrkirche Sankt Margaretha von der Dämmerung bis fast um Mitternacht. Die Idee stammt aus Salzburg, wo die Lange Nacht zum ständigen Repertoire der dortigen Kirchen gehört. Wegen des großen Erfolges in Frasdorf bietet der PGR am 9. Juni eine Fahrt nach Salzburg an, wo man dann unter 3000 kirchlichen Veranstaltungen im innerstädtischen Bereich auswählen kann. Der Heimat- und Kulturverein Frasdorf bietet am 21. Mai eine Radltour zu den „vier Kirchen von Frasdorf“ an: von St. Margaretha geht es nach St. Florian und weiter nach Christkönig in Wildenwart. Die Tour endet in der Wallfahrtskirche Heilig Blut in Umrathshausen.
Verena Höglauer, die Verwaltungsleiterin des Kita-Verbundes Chiemsee, zu dem sich sechs katholische Kindergärten aus Aschau, Bernau, Frasdorf, Hittenkirchen, Prien und Sachrang zusammengeschlossen haben, berichtete über die neu gegründete Zusammenarbeit und die Entlastung der hauptamtlichen Erzieherinnen und der Ehrenamtlichen von der Verwaltungsarbeit. Auch krankheitsbedingte Ausfälle von Betreuerinnen seien mit dem neuen Modell deutlich leichter zu kompensieren.
Gemeindereferentin Regina Mayer berichtete zusammen mit den beiden Oberministranten Vicky Aicher und Maxi Kink über die Arbeit der Katholischen Landjugend und die Burschen und Mädchen, die als Ministranten ihren Dienst am Altar leisteten vom Ministrantentag, über den Besuch der Nachprimiz von Philipp Werner in seiner Heimatgemeinde in Ulm-Jungingen bis zur Aktion Rumpelkammer. Der neu gegründete „Hallelujachor“ unter der Leitung von Karin Wagenstaller habe seine ersten Auftritte in der Öffentlichkeit bereits hinter sich.
Barbara Auer erzählte, dass die Sternsinger 5327 Euro für Moldawien zusammen gesungen haben und der Adventsmarkt über 2000 Euro für Waisenkinder in Rumänien einbrachte, Antonie Aicher lud zum Osterbasar des Frauenbundes am Palmsonntag, 9. April in die Räume des Pfarrheimes. Johanna Abel berichtete über den aktuellen Stand der Anbaham Kinderdörfer in Indien und das Vermächtnis von Monsignore Albert Diedrich. Der Reihe nach berichteten alle Gruppenleiter der kirchlichen Gruppierungen von ihrer Arbeit und bestätigten damit die Aussage: „es rührt sich ständig etwas in diesem Dorf“.
Pfarrer Johannes Palus bedankte sich beim ganzen Dorf für die Mitarbeit im kirchlichen Jahreskreis und würdigte ganz besonders das Ehrenamt: „Es ist schön in diesem Dorf Seelsorger zu sein“. Drei Kirchenbauten – Sankt Margaretha in Frasdorf, Heilig Blut in Umrathshausen und die alte Wallfahrtskirche Sankt Florian – und die entsprechenden Einrichtungen dazu, seien mit einer Menge Arbeit verbunden. Die Last dieser Arbeit sei aber auf so viele Schultern verteilt, dass alle gleichmäßig mitwirken könnten – 30 Gruppen und Gruppierungen wirken ehrenamtlich im Schatten des Frasdorfer Kirchturms in der Kirche, im Pfarrheim oder in der Pfarrgemeinde mit. Mit einem Blumengruß bedankte er sich bei Hildegard Osterhammer für ihre Arbeit um St. Florian, bei Resi Hilger und Pia Moser für die Mitarbeit beim Spenden der Krankenkommunion, bei Agnes Wilfling für ihr Engagement als Mesnerin und Hausmeisterin und die Arbeit im Pfarrbüro, sowie bei Rosa Gasbichler und Johanna Abel, die im Auftrag der Pfarrgemeinde bei hohen Geburtstagsfeiern gratulieren

Bericht und Foto: Mit einem Blumengruß bedankte sich Pfarrer Johannes Palus bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Pfarrgemeinde St. Margaretha: bei Agnes Wilfling für ihr Engagement als Mesnerin und Hausmeisterin und die Arbeit im Pfarrbüro, bei Resi Hilger und Pia Moser für die Mitarbeit beim Spenden der Krankenkommunion, bei Rosa Gasbichler und Johanna Abel, die im Auftrag der Pfarrgemeinde bei hohen Geburtstagsfeiern gratulieren sowie bei Hildegard Osterhammer für ihre Arbeit um die Wallfahrtskirche von St. Florian. (von links).

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg