Ohne Kurt Händlmayer gäbe es in Prien keinen Handballsport mehr – Nachruf

Andrea Aschauer —  13. Juli 2015
Sterbefoto: Kurt Händlmayer

Sterbefoto: Kurt Händlmayer

Prien (hö) – Der Priener Sport und insbesondere der Handballsport hat mit dem Tod von Kurt Händlmayer einen wertvollen Aktiven und Förderer verloren. Kurt Händlmayer verstarb im Alter von 84 Jahren. Bei der Trauerfeier in den Aussegnungsräumlichkeiten der Firma Hartl und auf dem Priener Friedhof erinnerte TuS-Vorsitzender Peter Kapfer an die Leistungen des TuS-Ehrenmitglied, das 1965 dem Verein beitrat. Ein Jahr später wurde er bereits Vorstand in der Handball-Abteilung, was er bis 1991 blieb. Von 1967 an war Kurt Händlmayer Übungsleiter, 38 Jahre war er Handball-Schiedsrichter und er war zudem Handball-Kreisvorsitzender, Kreislehrwart, Kreisrechtskammervertreter im Bayerischen Handballverband sowie viele Jahre Beisitzer im Vorstand des TuS Prien. 37 Jahre übernahm er die Aufgabe eines Sport-Berichterstatters für das Oberbayerische Volksblatt. „Handball war sein Leben, ohne ihn gäbe es in Prien kein Handball“ – so Peter Kapfer und er ergänzte: „Mir wird immer in Erinnerung bleiben, wie er die Interessen seiner Abteilung nach außen vertrat. Da war Dipolmatie manchmal nicht gerade eine seiner herausragenden Eigenschaften“. Dritter Bürgermeister und Sportreferent Alfred Schelhas (zugleich Schwiegersohn des Verstorbenen) erinnerte daran, dass Kurt Händlmayer 1985 die Silberne Ehrenmedaille des TuS Prien und 1987 die Silberne Ehrenmedaille der Marktgemeinde Prien erhielt und auch er dankte für die Handball-Pionierleistungen des Verstorbenen, die auch heute noch dem Sport, dem Handball und der Marktgemeinde Prien zugute kommen. Tochter Inga Händlmayer erinnerte in einem sehr persönlichen Nachruf an den Lebensweg von Kurt Händlmayer, der in Bad Tölz das Licht der Welt erblickte und als ältester von vier Kindern in einer Patchwork-Familie aufwuchs. Nach der Grundschule besuchte er das Gymnasium in Rottweil am Neckar. Zum Kriegsende musste er das Internat verlassen und er begann eine Lehre als Käser in der Priener Molkerei Meier. Im Oktober 1951 heiratete er seine Ehefrau Friedl. Dann wechselte Händlmayer als Zollbeamter nach Burghausen, 1965 kam er wieder nach Prien zurück. Fünf Kinder, 16 Enkel und 16 Urenkel waren der ganze Stolz und eine große Freude für Kurt Händlmayer und seine Frau Friedl, die 2012 verstarb. Kurt Händlmayer war vielfältig aktiv, kritisch und wahrheitsliebend und bis zuletzt am Welt- und Ortsgeschehen interessiert – so Tochter Inga bei ihrem Nachruf.

 

Sterbefoto: Kurt Händlmayer

Andrea Aschauer

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