Neue Gottesdienstzeiten im Pfarrverband Prien

In den katholischen Gemeinden von Bernau über Hittenkirchen, Wildenwart, Prien und Rimsting bis Bad Endorf und Stephanskirchen/Hemhof tritt zum 1. Adventswochenende eine neue Gottesdienstordnung in Kraft. Diese war in einem mehrmonatigen Konsultationsprozess entwickelt worden. Im Sommer wurde das Modell bei acht Pfarrversammlungen vorgestellt und diskutiert. „Natürlich ist ein Grund dafür, dass wir weniger Priester sind“, so Pfarrer Klaus Hofstetter. Doch sei dies nicht der alleinige Grund. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde ein gemeinsames Seelsorgeteam für die Pfarrverbände Bad Endorf und Prien sowie die Pfarrei Bernau beauftragt. Aktivitäten, wie z.B. die Firmvorbereitung oder Erwachsenenbildung, geschehen gemeinsam und sind eine große Bereicherung für alle Orte.  „Dass wir am Ende des intensiven Beratungsprozesses ein einstimmiges Votum durch die ehrenamtlichen Vertreter der Pfarrgemeinderäten hatten, war eine starke Erfahrung von Kirche“, so Hofstetter. Papst Franziskus lenkt ja die Katholische Kirche hin, „synodale Prozesse“ zu begehen und die Gläubigen vor Ort mit ein zu beziehen. Die neue Gottesdienstordnung ist kompatibel für alle neun Orte, für die das Seelsorgeteam um Pfarrer Hofstetter zuständig ist. Insgesamt gibt es in der Regel zwölf Gottesdienste am Wochenende, wovon zehn Eucharistiefeiern sind und zwei Wort-Gottes-Feiern. Letztere werden als feste und regelmäßige Form einmal im Monat an jedem Ort gefeiert. So gibt es nun einen festen, verlässlichen Rhythmus bezüglich der Orte, der Zeiten und der Feierformen. „Wir sind uns bewusst, dass das Auswirkungen hat, nicht nur auf persönlich liebgewordene Gewohnheiten, sondern auch auf unsere Familien, die Vereine und das gesellschaftliche Leben in unseren Orten“, so Hofstetter im Namen des Seelsorgeteams. Darum sei es gut und wichtig, dass man weiter gemeinsam auf dem Weg und im Gespräch bleibe. Da die neue Gottesdienstordnung zunächst für ein Jahr gilt, sind Rückmeldungen ausdrücklich erwünscht! Auch jeder Vorschlag und jede konstruktive Kritik sind ein Beitrag, um Kirche gemeinsam zu gestalten und zu leben. Genaue Informationen zur neuen Gottesdienstordnung liegen in den Kirchen aus und können den Schaukästen sowie den Pfarrbriefen entnommen werden.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg