Neue Förderprojekte in der Regional-Initiative LAG Mangfalltal-Inntal

Auch heuer geht die Arbeit der LAG Mangfalltal-Inntal kontinuierlich weiter – vier Projekte hat das zuständige Gremium kürzlich in der März-Sitzung behandelt: Themenwege Wendelstein, Deisenrieder Stollen, Mehrgenerationensport sowie Rad- und Wanderwegsbeschilderung.
Umsetzung Themenwege am Wendelstein

Unter herausragender Bürgerbeteiligung erstellte die Wendelsteinbahn GmbH im vergangenen Jahr gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Gemeinden Brannenburg, Bad Feilnbach, Fischbachau und Bayrischzell ein Konzept für die Themenwege auf den Wendelstein. Ziel des Konzepts war es, von jeder Gemeinde aus einen Weg auf den Gipfel des Wendelsteins mit interaktiven Stationen und interessanten Informationen zu Natur und Kultur aufzuwerten. Ein Gipfelrundweg zum Thema Geologie rundet das Konzept ab. Im nun vorgestellten Projekt soll das Konzept vor Ort umgesetzt werden. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit der LAG Kreisentwicklung Miesbacher Land, Träger sind die jeweiligen Gemeinden sowie die Wendelsteinbahn GmbH. Neben den fünf Wegen soll ein Projektmanagement sowie Öffentlich-keitsarbeit gefördert werden.

Ausstellungskonzept Deisenrieder Wetterstollen

Der Deisenrieder Wetterstollen diente dem Kohle-Bergbau in Hausham zur Bewetterung (Belüftung). Er ist seit einigen Jahrzehnten stillgelegt, seit 2007 kümmern sich ehemalige Bergmänner ehrenamtlich um die Erhaltung und den Ausbau des Stollens. Mit einem modernen Ausstellungskonzept soll der Stol-len als Teil der regionalen Geschichte für unterschiedliche Interessensgrup-pen lebendig präsentiert werden. Das Engagement der ehemaligen Bergmän-ner als Zeitzeugen macht das Angebot nicht nur für Touristen an Schlechtwet-tertagen, sondern auch für Einheimische authentisch und interessant. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Gemeinden Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) und Fischbachau (Landkreis Miesbach) und beinhaltet zunächst die Erstellung des Ausstellungskonzepts sowie des Betriebs- und Vermark-tungskonzepts für den Stollen.
Da im Zuge der Projektvorbereitung einige Änderungen am Projektinhalt vor-zunehmen waren, musste das Projekt erneut dem Gremium vorgestellt wer-den, nachdem dieses bereits im März 2016 das Projekt zur Förderung emp-fohlen hatte.
Das LAG-Management wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschafts-fonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

MehrgenerationenSPORT – fit für 100 des CSW Brannenburg

Es ist der Lauf des Lebens: Jahrelang sind Menschen in ihrem heimatlichen Sportverein verankert und gehen dort ihrer favorisierten Sportart nach. Ir-gendwann merken sie jedoch: mit der Leistung der Jüngeren können sie nicht mehr mithalten. Kurz darauf treten sie oft aus dem Verein aus – mit der Kon-sequenz, dass sie sich weniger bewegen, aber auch weniger sozialen An-schluss haben.
Dem möchte das Projekt „MehrgenerationenSPORT – fit für 100“ entgegen-wirken. Ein Sportprogramm für Senioren – ganz ohne Leistungsdruck – soll auf die Füße gestellt werden. Wesentlicher Aspekt ist dabei neben der ge-meinsamen Bewegung auch das soziale Miteinander: Samstagnachmittag zusammen Sportschau hören/ sehen, gemeinsame Ausflüge und weitere An-gebote sollen von einem eigens dafür eingestellten Projektmanagement ent-wickelt werden. Zudem sollen zwei therapeutische E-Tandems angeschafft werden, die Einheimische und Gäste auf Anmeldung ausleihen können.
Konzept der Rad- und Wanderwegsbeschilderung in den sechs neuen LAG-Gemeinden

Rad- und Wanderweg-Beschilderung

2014 traten der LAG Mangfalltal-Inntal neben den zehn ursprünglichen Gemeinden sechs neue Gemeinden bei: Feldkirchen-Westerham, Tuntenhausen, Bruckmühl, Kolbermoor, Stephanskirchen und Rohrdorf. Während in den zehn ursprünglichen LAG-Gemeinden die Beschilderung der Rad- und Wanderwege bereits in der letzten Förderperiode vorgenommen wurde, will die LAG Mangfalltal-Inntal diese nun auch für die sechs neuen Gemeinden angehen. Im Projekt soll ein Fachbüro in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der LAG ein durchgängiges vernetzendes Beschilderungskonzept erar-beiten, das Wegführung und Kosten eruiert. Dieses Konzept soll in einer zwei-ten Projektphase umgesetzt werden.

Vor kurzem traf sich das Entscheidungsgremium der LAG Regionalini-tiative Mangfalltal-Inntal im Rathaus in Bad Aibling, um die hier vorgestellten Projekte intensiv zu diskutieren.
In allen vier Projekten entschied das Gremium einstimmig für die Förderung aus dem EU-Förderprogramm LEADER, so dass die Projektträger nun beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Rosen-heim einen Förderantrag stellen können.
Vor der Entscheidung haben die Projektverantwortlichen mit großem persönli-chem Einsatz Projektskizzen mit detaillierten Projektbeschreibungen und Kos-tenermittlungen erarbeitet und diese dem Gremium präsentiert. Auf dieser Grundlage bewertete das Entscheidungsgremium, in wieweit die vorgeschla-genen Projekte mit den Zielen der Region, die in der Lokalen Entwicklungs-PRESSEMITTEILUNG
Das LAG-Management wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschafts-fonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

Alle vier Projekte übertrafen die Mindestpunktzahl des vorgegebenen Kriterienkatalogs deutlich und konn-ten damit zur Förderung empfohlen werden.
Im Anschluss an die Projektvorstellungen gab LAG-Managerin Gwendolin Dettweiler einen Überblick zum Stand des LAG-Managements und der Um-setzung der LES.
Die LAG Mangfalltal-Inntal ist ein Zusammenschluss von 16 Gemeinden, die unter Beteiligung der Bürgerschaft und der lokalen sowie regionalen Akteure eine gemeinsame Lokale Entwicklungsstrategie (LES) für die LEADER-Förderperiode 2014 – 2020 erarbeitet haben und diese nun unter Nutzung von LEADER-Fördermitteln umsetzen. Wenn Sie mehr erfahren oder aktiv mitwir-ken wollen, besuchen Sie die Website www.lag-mangfalltal-inntal.de oder rufen Sie an unter: 08061 / 90 80 71.

Foto: Hötzelsperger – Radfahren an der Mangfall

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg