Nach 7 Jahren wieder Kirchenkonzert der Blaskapelle Prien

Vor sieben Jahren war zuletzt ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Prien von der örtlichen Blaskapelle. Das heurige Konzert stand ganz im Zeichen des Kreuzweges, der 1994 vom damaligen Priener Pfarrer Josef Preis sowie von den Bürgermeistern Lorenz Kollmannsberger und Wilhelm Keßler initiiert und unterstützt worden war. Die künstlerische Gestaltung der Kreuzweg-Stationen lag in besten Händen bei der bekannten Chiemgauer Künstlerin Christine Stadler. Nachdem sich im Laufe der Jahre auf den Stationen Renovierungsbedürfnisse ergeben haben, hat sich Hans Schuderer als einer der Förderer des Kreuzwegs entschlossen, die Finanzierung der Renovierungen zu koordinieren. Als langjähriger Freund der Priener Blaskapelle regte er zugunsten des Kreuzweges ein Kirchenkonzert an. Diesem Wunsch kamen Dirigent Stefan Fußeder, Vorstand Georg Rappel und die große Schar der Musikantinnen und Musikanten gerne nach und sie machten Sonder-Proben, um der schönen Herausforderung nachkommen zu können. Stefan Fußeder war erstmals bei einem Kirchenkonzert in verantwortlicher Position dabei und er prägte mit der Programmfestlegung, mit seinem Dirigieren und ganz besonders mit seinem Akkordeon-Solo „6. Variatons“ (über ein Thema von Paganini) diesen Konzertabend zusammen mit weiteren Solisten und Einzelgruppierungen. Den Auftakt des sehr gut besuchten Kirchenkonzertes, dem aus verschiedenen Gründen Pfarrer Klaus Hofstetter, die nach Graulhet verreisten Bürgermeister und Ideengeber Hans Schuderer nicht besuchen konnten, aber Ehrenbürger und Vorsitzender des Blasmusik-Fördervereins Michael Anner schon beiwohnen konnte, bildete das „1. Bayerische Militärgebet“ von Johann Kaspar Aiblinger nach einem Arrangement von Bernd Classen. Weitere von Martin Obermüller angekündigte und erläuterte Stücke waren unter anderem das „Rondeau“ von Jaen-Joseph Mouret, die „Festmusik“ von Gottfried Veith, das „Klarinetten-Konzert“ von Wolfgang Amadeus Mozart und die Arie „Che faró senza Euridice“, die von Konstanze Hüttenhofer gesungen wurde. Weitere Solisten und Instrumenten-Virtuosen waren Klarinettist Dieter Piechatschek und Florian Obermüller bei der Beethoven-Sonate „Pathetique“. Während es zwischen den Darbietungen in der Priener Pfarrkirche immer wieder dankbaren Applaus gab, verstummte dieser nach dem Abschluss-Stück „Eventide Fall“ von Alfred Bösendorfer (alias Kees Vlak), denn die Musik-Stimmung richtete sich in Richtung Dämmerung und Dunkelheit und deswegen bat Martin Obermüller, die spürbare Anwesenheit des Herrn und die Gläubigkeit der Anwesenden in Stille wirken zu lassen. Beim Ausgang spendierten die Zuhörer gerne einen Obulus für den guten Zweck des Konzertabends. „Hoffentlich dauert es nicht wieder sieben Jahre, bis die Priener Blasmusikanten wieder einen Konzertabend in der Priener Pfarrkirche geben“, so eine aus Staudach gekommene und dankbare Zuhörerin.

Fotos:  Hötzelsperger – Eindrücke vom Kirchenkonzert der Blaskapelle Prien in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“

Nähere Informationen: www.prien.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg