Minister Brunner stellt neuen Fränkischen Bocksbeutel vor

Etwas kantiger ist er und nicht mehr so bauchig: Der Bocksbeutel, die klassische Hülle des Frankenweins, kommt künftig in einer moderneren Form daher. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat am Freitag den mit Spannung erwarteten neuen „Bocksbeutel PS“ vorgestellt. Das Kürzel steht für die Initialen des renommierten Designers Peter Schmidt, der die neue Form des Bocksbeutels entworfen hat. „Der neue Bocksbeutel verbindet Tradition und Moderne“, sagte der Minister. Er verspricht sich von der Weiterentwicklung der Flaschenform zusätzlichen Schwung bei der Vermarktung des Frankenweins. Dank der großen Qualitätsanstrengungen der letzten Jahrzehnte, die sich regelmäßig in internationalen Auszeichnungen niederschlage, stehe Frankenwein heute für hochwertigen, modernen, trendigen Genuss. Die neue Flaschenform unterstreiche dieses positive Image in gelungener Weise.

Die bauchige Flasche ist bereits seit dem 18. Jahrhundert ein Markenzeichen des Frankenweins und hat seitdem nur moderate Anpassungen erlebt, zuletzt in den 1970-er Jahren. Seit 1989 ist der Bocksbeutel für den Frankenwein auch europaweit geschützt. Allerdings sind in den vergangenen Jahrzehnten viele Winzer dazu übergegangen, den Frankenwein in anderen Flaschen zu vermarkten, nur etwa ein Drittel sind heute noch Bocksbeutel. Das soll die moderne PS-Form nun ändern. Ersten Markentests zufolge kommt die neue Form bei den Verbrauchern sehr gut an, auch viele der 870 Weinbaubetriebe haben bereits signalisiert, sukzessive auf den neuen Bocksbeutel umstellen zu wollen.

Nähere Informationen: www.landwirtschaft.bayern.de

Andrea Aschauer

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