MdL Stöttner und MdL Lederer: „Keine Diffamierung der Landwirtschaft zulassen“

Die Rosenheimer Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Otto Lederer sehen durch die aktuelle Kampagne der ‚Neuen Bauernregeln‘ von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auch die heimische Landwirtschaft einem massiven Imageschaden ausgesetzt:„Wir dürfen nicht zulassen, dass durch diese Art der Diffamierung eine ganze Berufsgruppe pauschal an den Pranger gestellt wird“, so die Abgeordneten gemeinsam. Deshalb unterstützen Stöttner und Lederer auch einen Dringlichkeitsantrag im bayerischen Landtag, der die Staatsregierung damit beauftragen soll, sich für einen sofortigen Stopp dieser Kampagne auf Bundesebene einzusetzen.

„Wir sind bestürzt darüber“, begründen die Abgeordneten ihre ablehnende Haltung, „dass diese Kampagne auch noch mit einer großen Menge an Steuergeldern finanziert wurde und dazu beiträgt, dass die oftmals in langjähriger Familientradition betriebenen Landwirtschaften lächerlich gemacht werden.“

Rund 110.000 Betriebe wirtschaften in Bayern auf 3,2 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Damit ist fast jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb Deutschlands im Freistaat angesiedelt. „Unsere Bäuerinnen und Bauern versorgen zuverlässig die Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und pflegen zusätzlich unsere vielfältige Kulturlandschaft“, so die Abgeordneten. Diese Leistungen müsse man honorieren anstatt zu diffamieren.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg

2 Antworten für MdL Stöttner und MdL Lederer: „Keine Diffamierung der Landwirtschaft zulassen“

  1. Waschin Gerhard 9. Februar 2017 at 20:27

    ….stimmt das nicht ?

  2. Ich möchte hier einen Leserbrief von Irmgard Wagner aus Riedering zitieren, weil er meiner Ansicht nach das Wesentliche beinhaltet: „Als verantwortungsvolle Bio-Bäuerin habe ich, wie wahrscheinlich viele meiner Berufskollegen, keinerlei Probleme mit der besagten Plakat-Aktion, im Gegenteil: Ich kann guten Gewissens damit leben. Die sogenannten „Bauernregeln“ enthalten eigentlich nur die Grundsätze der guten fachlichen Praxis der Landwirtschaft und dienen somit in keiner Weise der Verunglimpfung des bäuerlichen Berufsstands. Wer sich als Bauer angegriffen fühlt, sollte sich Gedanken um seine grundlegende Einstellung zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und der Schonung unserer Ressourcen machen. Allerdings ist eine Plakataktion in den Städten wohl kaum das geeignete Mittel, uneinsichtige Landwirte auf den richtigen Pfad zu bringen. Vielmehr wäre es wichtig, den Berufsnachwuchs der grünen Berufe mehr in Richtung Ökologie und weniger im Sinne der chemischen und pharmazeutischen Industrie zu schulen. Ebenso gäbe es da auch bei den Kleingartenbesitzern noch viel zu tun im Sinne von Aufklärung im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Der Bauernverband täte gut daran, vorsichtig zu sein, für oder gegen wen er seine Stimme erhebt – vielleicht schadet er langfristig dem Bauernstand mit solchen Gegenkampagnen mehr als er uns nutzt.“