Männer-Einzel im Biathlon in Ruhpolding

Martin Fourcade auch auf den 19,8 km nicht zu schlagen.

Auch am heutigen Tag führte beim ersten Rennen des „richtigen“ Ruhpoldinger Weltcups kein Weg an dem Franzosen Martin Fourcade vorbei. Mit nur einer Strafminute sicherte sich der Weltcupführende den Sieg vor dem erneut starken Österreicher Simon Eder und dem Russen Anton Shipulin.

Heute war zunächst alles anders – die Schneefälle der letzten Stunden verwandelten die Chiemgau Arena in eine weiße Winterlandschaft und von Seiten des Veranstalters wurde alles getan, um eine konkurrenzfähige Loipe zu präparieren. Aufgrund des Schneemangels wurde allerdings schon im Vorfeld eine Streckenänderung beschlossen. Das hieß, die Athleten liefen gleich zu Beginn 2 x eine 3.3 km Schleife bevor sie zum ersten Schießen kamen. Für manche sicher sowohl mental als auch körperlich eine ungewohnte Herausforderung – ist doch die längste Laufstrecke ohne „Schießpause“ maximal 4 km lang. Es zeigte sich, dass eine gute Renneinteilung heute besonders wichtig war.

Mit der frühen Startnummer 21 ging Anton Shipulin ins Rennen und legte mit nur einem Schießfehler, d.h. einer Strafminute vor. Als Fourcade mit der Startnummer 46 folgte, hörte der Schneefall langsam auf und die Strecke wurde schneller und schneller. „Die Bedingungen heute waren total anders als beim Massenstart letzte Woche, aber ich dachte auch, Simon (Eder), der nach mir gestartet war, hat die besseren Bedingungen erwischt. Umso mehr habe ich mich gefreut, weil ich beim Stehendschießen alles getroffen habe“, so der glückliche Sieger im Ziel.

Simon Eder folgte mit der hohen Startnummer 76 und lange schaute es nach einem erneuten Sieg des Österreichers aus. Doch, das verflixte letzte Schießen machte ihm dann einen Strich durch die Rechnung. Eine Scheibe blieb stehen, 1 Strafminute kam zur Laufzeit dazu. Mit einem Rückstand von 7,8 Sekunden ging Eder dann auf die letzten 3,3 km, natürlich auch mit dem Vorteil, ständig über die Laufzeiten von Fourcade informiert zu sein. Ganz gereicht hat es dann zum Schluss nicht – 17,5 Sekunden war schließlich der Rückstand im Ziel und Eder verdrängte damit Anton Shipulin auf Platz 3.

Für Simon Eder ging nach dem Sieg letzte Woche ein Traum in Erfüllung: „dass heute gleich noch ein zweiter Platz hinzukam ist sensationell. Das Rennen auf Schalke war ein gutes Training für mich – seit dem fühle ich mich beim Schießen viel sicherer!“

Eine starke Teamleistung zeigte am heutigen Tag die russische Mannschaft – drei Läufer unter den besten 6. „Ich bin sehr glücklich mit meinem 3. Platz und auch darüber, dass unser ganzes Team so tolle Leistungen gezeigt hat heute“, so Anton Shipulin nach der Siegerehrung.

Im gesamten Startfeld blieben 2 Athleten fehlerfrei am Schießstand – Ondrej Moravec (CZE) auf Platz 4 und Maxim Tsvetkov auf Platz 5.

Benedikt Doll war bester Deutscher auf Rang 8, gefolgt von Andreas Birnbacher auf Rang 15, beide mit jeweils 2 Fehlern.

Erik Lesser wurde 17 und Johannes Kühn 21 mit je 4 Fehlern, Arnd Peiffer folgte auf Platz 62 mit 3 Fehlern.

Andrea Aschauer

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