Laura Dahlmeier überzeugte erneut beim Biathlon in Ruhpolding

Auch am dritten „Oberhofer-Wettkampftag“ scheint Laura Dahlmeier unschlagbar. Die 22-jährige überzeugte mit einem Null-Fehler-Schießen und einer herausragenden Laufleistung. Für Teil zwei der Ruhpoldinger Weltcup-Tage nächste Woche erwarten die Organisatoren eine schon länger nicht mehr da gewesene Zuschauerzahl. Nicht zuletzt aufgrund der sportlichen Erfolge der deutschen Athletinnen, denn alle drei Goldmedaillen der Damenrennen gingen in dieser Woche an den DSV. Dass Laura Dahlmeier „nie wieder einen Sieg auf der Ziellinie verspielen möchte“ hatte sie auf der Schlussrunde beflügelt: Vor einigen Jahren hatte die junge Partenkirchnerin bei einem Juniorenrennen den Zielsprint gegen Miriam Gössners kleines Schwester verloren. Als sie beim 12,5 Kilometer Massenstart nach einem fehlerfreien Schießen nur wenige Sekunden vor Marie Dorin-Habert auf die letzte Runde ging, konnte sie den Vorsprung fast auf das Dreifache ausbauen. „Es war für mich ein geiles, ein perfektes Rennen. Ich freu mich schon riesig auf Teil 2 von Ruhpolding – vor allem auf die vielen deutschen Zuschauer“. Sie kam 15,3 Sekunden vor der Zweitplatzierten über die Ziellinie. Wie sie die beiden bevorstehenden Ruhetage ausfüllen möchte, weiß sie auch schon „Den Kletterrucksack habe ich im Auto“.
Die Französin Marie Dorin Habert wusste bereits nach dem letzten Stehend-Anschlag, dass Sie Laura nicht mehr einholen konnte. „Nach dem Fehler im ersten Anschlag brauchte ich viel Kraft, um mich wieder in die Führungsgruppe zurück zu kämpfen. In der Schlussrunde war ich richtig müde.“ Aufgrund ihrer guten Form, in dieser Saison verzeichnete sie bereits drei Podiumsplätze, hat sie große Hoffnung auf die bevorstehenden Wettkämpfe. „Ich bin richtig hungrig auf ein Podium und natürlich auch auf eine gute Position im Gesamtweltcup“.
Den dritten Platz belegte die Norwegerin Tiril Eckhoff, die nur einen Wimpernschlag entfernt den Zielsprint gegen Anais Becond gewann. „Ich bin einfach nur glücklich, aber es war ein harter Kampf auf der Ziellinie gegen die Französin“. Sie brachte am Schießstand nur 18 Schuss ins Ziel. Ihre Laufleistung ist darum umso mehr hervorzuheben.
Franziska Hildebrand, Platz 17 (3 Schießfehler)
Vanessa Hinz, Platz 19 (4 Schießfehler)
Miriam Gössner, Platz 24 (5 Schießfehler)
Maren Hammerschmidt, Platz 30 (7 Schießfehler)

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg