Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will Bayerns Böden wetterfester machen

„Die Abschwemmung von Ackerboden durch die immer häufiger auftretenden Starkregen ist eine Gefahr für Bodenfruchtbarkeit und Gewässerqualität“, sagte Brunner bei einer Fachtagung in München.

Um gegenzusteuern, stellt der Minister jetzt zusätzliches Personal bereit. Acht neue Fachleute an den Ämtern für Ländliche Entwicklung sollen eine 2014 von Brunner gestartete Initiative für mehr Boden- und Gewässerschutz noch schneller voranbringen: „boden:ständig“ heißt das Angebot der Verwaltung für Ländliche Entwicklung, bei dem Landwirte, Kommunen und Fachverwaltungen gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten. 40 Projektgebiete gibt es bereits, die ersten Erfahrungen sind dem Minister zufolge vielversprechend: „Dank intensiver Zusammenarbeit sind zahlreiche Kooperationsprojekte entstanden, die dauerhaft Fortschritte beim Boden- und Gewässerschutz erwarten lassen.“ Erfolgsgeheimnis ist laut Brunner die optimale Arbeitsteilung der Beteiligten: Die Landwirte setzen auf erosionsmindernde Bewirtschaftungsverfahren, die Gemeinden sorgen für einen naturnahen Zustand der Wasserläufe und gemeinsam realisiert man Puffersysteme wie Abflussmulden und Feuchtflächen.
Nach Aussage des Ministers ist die Initiative ein Paradebeispiel dafür, wie gut der bayerische Grundsatz „Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht“ funktioniert, wenn alle Beteiligten eng eingebunden werden und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Für die nötigen Anreize zum Mitmachen sorgen zudem passgenaue staatliche Zuschüsse – etwa im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms, das Brunner im vergangenen Jahr gezielt auf den Boden- und Gewässerschutz ausgerichtet hat.

Detailinfos zur Initiative „boden:ständig“ und zu den Projekten finden sich im Internet unter www.boden-staendig.eu.

Foto: Landwirte-Beratung auf fruchtbarem Ackerboden

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg