Kommandanten-Wechsel bei der Feuerwehr Wildenwart

Florian Fischer und Martin Zettl heißen die beiden neuen Feuerwehrkommandanten von Wildenwart. Nach drei Amtsperioden übergaben Stefan Kronast und Christian Stocker bei der Jahreshauptversammlung im Wildenwarter Feuerwehrhaus ihr Ehrenamt in neue Hände. Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller, Kreisbrandmeister Franz Hügel und Vorstand Michael Ramsl dankten den beiden für ihre Arbeit und ihr Engagement. Es sei das Verdienst der beiden Kommandanten, dass die Feuerwehr im Ort so gut dastehe. Stefan Kronast bedankte sich bei der Gemeinde Frasdorf für die stete Unterstützung in den 19 Jahren seiner Dienstzeit: „Wir stehen mit unserer Feuerwehr da, wie niemals zuvor, wir sind perfekt ausgestattet und ausgebildet“. Den beiden Nachfolgern gab er als guten Rat ein kurzes: „Weitermachen wie bisher“ mit auf den Weg. Die beiden scheidenden Kommandanten hatten den Wechsel von langer Hand vorbereitet, ihre Nachfolger schon frühzeitig in das Leitungsgeschehen mit eingebunden und auch für die notwendigen Führungslehrgänge an der Feuerwehrschule in Geretsried gesorgt. So erfolgt der Wechsel in der Führung und Leitung der 140 Jahre alten Feuerwehr ohne Bruch. Lambert Huber vom Trachtenverein bedankte sich bei den beiden scheidenden Kommandanten für fast 20 Jahre gute Zusammenarbeit zwischen den Ortsvereinen, die beiden hätten ihr Handwerk zum Wohle der Allgemeinheit vorzüglich beherrscht. Die Wildenwarter Wehr wurde zu fünf (Vorjahr 4) Bränden und 13 (zehn) technischen Hilfeleistungen alarmiert, berichtete Kommandant Stefan Kronast in seinem 19. und letzten Jahresbericht, mit 15 Übungen, darunter drei Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarswehren aus Frasdorf, Umrathshausen und Atzing, hielten sich die Feuerwehrleute fit. Dazu kamen noch eine Brandschutzunterweisung im Feuerwehrhaus für die Kinder der dritten Klasse der Wildenwarter Grundschule und ein Tag der Offenen Feuerwehrhaustüre zur Nachwuchsgewinnung. Insgesamt 1512 Einsatzstunden meldete Kommandant Stefan Kronast an die Brandinspektion und Gemeinde weiter. Rund 2800 Stunden leisteten die Feuerwehrleute insgesamt bei Einsatz und Übungen für die Allgemeinheit, „für ein Dankeschön oder auch keins“. Die Jugendgruppe unter der Leitung von Florian Fischer erhielt ihre Aus- und Weiterbildung zum universell einsetzbaren Feuerwehrmann im Verlauf von weiteren Übungsabenden und –nachmittagen. Aus den Erfahrungen bei den Hochwassereinsätzen der letzten Jahre heraus beschaffte die Wehr aus Spenden und Vereinsmitteln zusätzliche Ausrüstungsgegenstände für den Nässeschutz bei den Einsätzen. 41 Feuerwehrleute und 13 Anwärter sind derzeit aktiv im Brandschutz für die Gemeinde und die Gemeinschaft tätig. Der gesamte Feuerwehrverein umfasst 286 Mitglieder, darunter über 40 Frauen. Josef Ramsl junior wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, für 20 jährigen aktiven Feuerwehrdienst überreichten Vorstand Michael Ramsl und Kommandant Stefan Kronast die Ärmelstreifen an Markus Ramsauer und für 30 Jahre an Stephan Baumgartner, Peter Huber und Helmut Rosenwink. Kreisbrandmeister Franz Hügel gab der Versammlung einen Überblick über die Schadensereignisse im Landkreis, die Einbindung der kleinen Feuerwehren in das System der technischen Hilfeleistungen und die Einweisung in das entsprechende Gerät der Mittelpunktfeuerwehren. Kurz berichtete er über die ersten Erfahrungen bei der Erprobung des Behördenfunks. Hügel dankte den beiden Kommandanten Stefan Kronast und Christian Stocker für ihr langjähriges Engagement in der Führungsebene und bat die Aktiven auch in Zukunft zahlreich zu allen Übungen zu kommen.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg – Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller (rechts) und Kreisbrandmeister Franz Hügel (links) mit den bisherigen und den neuen Kommandanten der Wildenwarter Feuerwehr Christian Stocker – Martin Zettl – Florian Fischer – Stefan Kronast (von links)

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg