Kleines Lamstoatheater in Frasdorf – Bericht und Bilder Teil II

Wie bringt man einen Schachterlteufel gegen seinen Willen wieder in seine Schachtel zurück und warum muss ein weiblicher Flaschengeist 16 Stunden am Tag schlafen, um schön zu bleiben? In der Frasdorfer Lamstoahalle gibt es beim Theater der Kleinen Lamstoabühne allerlei Antworten auf viele dieser Fragen.

Mit dem Schachterlteufel Luzifer Fiesling (Jonas Sandner) ist es so eine Sache: eigentlich ist er gut in seinem Schachterl aufgehoben, aber als der Archäologe Friedhelm (Schorsch Wörndl) dieses Schachterl und dazu noch eine Flasche seiner Nachbarin Georgine Grabichler (Petra Bauer) zur Aufbewahrung gibt, fangen die Schwierigkeiten an. „Auf keinen Fall öffnen“ bittet er ohne zu sagen warum. Und so passiert es so wie es muss: Die beiden geheimnisvollen Behälter wecken die Neugier der beiden Nichten Karo (Magdalena Furtner) und Annalena (Carina Winkler) und es dauert gar nicht lange, bis Luzifer unter Blitz, Donner und Schwefelgeruch seinem Schachterl entweichen kann, leibhaftig in der Stube und auf der Bühne steht und Unfug macht. Als ihm dann auch noch die Flasche mit der Dschinni Mimosa (Vroni Schneiderbauer) aus der Hand fällt und in tausend Scherben zersplittert, haben die beiden Mädchen ein noch viel größeres Problem: wie bringt man einen obdachlosen Dschinn, einen orientalischen Flaschengeist mit hohen Ansprüchen an die Unterkunft richtig unter? Während Luzifer den chaotischen Haushalt in immer noch heillosere Unordnung bringt und Mimosa ihrer Flasche nachtrauert, überlegen Karo und Annalena fieberhaft, wie sie das Geschehen ihrer Tante beibringen sollen. Tante Gina hat aber noch viel größere Probleme als nur die beiden Nichten und die zwei ungebetenen Geister: der Vermieter Hausner (Thomas Fischer) steht vor der Tür und möchte die Miete einkassieren, das bereit gelegte Geld ist aber verschwunden. Keiner weiß wo es geblieben ist und so droht die Kündigung, aber da hat Annlena noch einen rettenden Einfall… Sebastian Graf und Renate Steindlmüller beobachten die Vorkommnisse als Nachbarn „vom Fenster zum Hof“ aus und führen ein wenig durch die Handlung. Spielleiter Sebastian Bauer wählte das unkonventionelle Stück aus und stellte sein erprobtes Ensemble darauf ein, Souffleuse Anna Bauer gab den Spielern den notwendigen Rückhalt.
Noch einmal können die Zuschauer am Freitag 30. Dezember um 20 Uhr in der Lamstoahalle zuschauen, wie es mit Geistern ist, die keiner rief. Restkarten gibt es noch an der Abendkasse. Wer wieder einmal richtig lachen möchte, keine Angst vor Unordnung, Schachterlteufeln und Flaschengeistern hat und wer wissen will, wie die ganze Sache endet, darf sich das selber in der Lamstoahalle anschauen.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg