JHV der Priener Gebirgsschützen – heuer 50 Jahre Spielmannszug

Mit 45 anwesenden Mitgliedern war die Jahresversammlung der Priener Gebirgsschützen gut und zufriedenstellend besucht. Das war im abgelaufenen Jahr nicht immer so – wie die Berichte der einzelnen Sparten vermittelten. Aus diesem Grunde bat Hauptmann Rudolf Holthausen, wieder verstärkt an den Ausrück-Terminen und bei eigenen Zusammenkünften im Ort teilzunehmen. Höhepunkt des auch heuer wieder umfangreichen Terminkalenders werden die Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen des Spielmannszuges sein.

Nach den Grußworten (unter anderem für Ehrenbürger Michael Anner) und dem Totengedenken (unter anderem für Gründungsmitglied Simmerl Blank) von Hauptmann Holthausen erinnerte Leutnant und Schriftführer Walter Vogl an ein verhältnismäßig ruhiges Jahr, das mit der Teilnahme an der Messe in Rosenheim, am Gaufest in Prien und am Bataillonsfest in Bad Aibling einige Höhepunkte hatte. „Die Teilnahme am Bataillonsfest war zu wenig, für die Hauptmannschaft fast schon frustrierend“, so Walter Vogl, der ebenso wie der Hauptmann schon 25 mal beim Waakirchener Gedenken am Heilig Abend dabei war und von den aktiven Mitgliedern mehr Einsatz erbat. „Ihr rückt nicht wegen der Hauptmannschaft aus, sondern wegen Eurer inneren Überzeugung, deretwegen Ihr Euch unserer Gemeinschaft angeschlossen habt“ – so Hauptmann Holthausen, der allein für die Terminwahrnehmung im Interesse der Gebirgsschützen im vergangenen Jahr 86 mal von Raubling nach Prien gefahren ist. Eine stärkere Präsenz erbat sich Holthausen auch bei den regelmäßigen Zusammenkünften im Schützenstüberl. In diesem Zusammenhang wurde dem Priener Trachtenverein als Hausherrn für das gute Miteinander und für die bisher immer gleich gebliebene Miete gedankt. Holthausen ging auch auf die neu ausgearbeitete Satzung ein, die bei Kompanieschreiber und Leutnant Walter Vogl ab sofort erhältlich ist. Oberleutnant, stellvertretender Hauptmann, Schützenmeister und Salutzugführer Josef Kirner konnte von 42 Schieß-Wettbewerben und von durchwegs guten Ergebnissen berichten. Beim eigenen Königsschießen brachten es Walter Vogl (Brezenkönig), Florian Schwengsbier (Wurstkönig) und Bernd Fischbacher (Schützenkönig) zu königlichen Ehren. Spielmannszugleiter und Oberjäger Manfred Ritter informierte von vielen Freizeitmaßnahmen und Auftritten, unter anderem von Konzerten vor dem Rathaus und im Altenheim in Trautersdorf. Derzeit gehören 23 Spielerinnen und Spieler dem Klangkörper an, davon sind unter anderem neun Pfeiferl-Spieler, acht Trommler und vier Lyra-Spieler. Das 50jährige Jubiläum am Samstag, 17. September auf dem Marktplatz und mit einem Festakt im Großen Kursaal wird mit den Spielmannszügen aus Beyharting, Rosenheim und Neubeuern gefeiert. Der Jubiläumsabend wird auch zum Anlass genommen, mit einem Stabwechsel die Leitung zu verjüngen. Die Aufgabe des bisherigen Tambour Majors von Helmut Schmidt wird Ludwig Scheck übernehmen und Christian Möderl wird Manfred Ritter als Leiter des Spielmannszugs nachfolgen. Wenngleich die Mitgliederzahlen aufgrund von Sterbefällen und Wegzug und die Spendenbereitschaft von Gönnern etwas rückläufig waren, konnte Zahlmeister Thomas Filberth durch die Kassenprüfer Sepp Stöttner und Daniela Stephan eine gute Kassenführung mit positivem Jahresergebnis vermelden. „Für die Anschaffung einer neuen Fahne in den nächsten Jahren haben wir das notwenige Polster“, so der Schatzmeister. Dies dürfte auch so bleiben, denn Bürgermeister Jürgen Seifert, der in Priener Gebirgsschützen-Montur zur Versammlung kam, sicherte die weitere Unterstützung der Gemeinde zu. „Bei aller Wehmut und Kritik, bei 50 Jahre Spielmannszug werden wir uns nicht lumpen lassen und falls es wieder einen Ausflug gibt oder wenn eine neue Fahne angeschafft wird, dann könnt Ihr mit einer finanziellen Förderung von uns rechnen“, so der Bürgermeister, der die Versammlungsteilnehmer für ihren ganzjährigen und ehrenamtlichen Einsatz noch zu einem Getränk einlud und der weiters sagte: „In einigen Priener Vereinen ist der Altersdurchschnitt bei den Mitgliedern Anlass zu aktiver Mitgliederwerbung, viele Leute sind in mehreren Vereinen, einige leider in gar keinem Verein, insgesamt haben wir in Prien aber ein reges Vereinsleben. Prien kann Dank der Vereine viel auf die Beine stellen“ – so der Bürgermeister, der noch sagte, dass er gerne aktiv am Salutschießen teilhaben würde, dies bislang aber aus zeitlichen Gründen nicht möglich war.
Planungen der Gebirgsschützen und Termine 2016
In der Vorausschau wurde bekanntgegeben, dass am 9. April die Fotos für die Festschrift zum Spielmannszug-Jubiläum gemacht werden, am 8. Mai wird der Patronatstag in Garmisch besucht, am 19. Mai ist mit Kompaniepfarrer Sepp Steindlmüller wieder die traditionelle Maiandacht in St. Salvator (wegen Renovierung nicht in Urschalling), am 11. Juni treffen sich die Spielleute beim Bauerngolf in Grainbach am Samerberg, am 3. Juli ist das großen Alpenregionstreffen in Waakirchen, am 11. September findet das Bataillonsfest in Traunstein statt und am 28. Oktober wird die Bataillonsversammlung in Bernau besucht. Weitere Termine sind im Internet unter www.gebirgsschuetzen-prien.de zu finden, besonders ans Herz gelegt wurde den Mitgliedern, die alle Freitage im Schützenstüberl stattfindenden Schieß- und Kameradschaftsabende zu besuchen. In diesem Zusammenhang galt den Wirtsleuten und dem Bedienungspersonal ein herzlicher Dank. Mit den Worten „Halten wir an den Werten Europas fest und halten wir fest zusammen“ sowie mit dem Spruch „Ein selbstständiges Bayern ist zwar heute nicht mehr möglich, aber schön wär´s schon!“ beendete Hauptmann Rudolf Holthausen die harmonische Zusammenkunft im Priener Schützenhaus.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Jahresversammlung der Priener Gebirgsschützen

Nähere Informationen: www.gebirgsschuetzen-prien.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg