Jäger-Appell nach einem von einem Hund gewildertem Wildhasen im Kirchholz zwischen Prien-Stetten und Farnach

Ein immer wieder in der freien Natur vorkommendes Thema ist die Sorge von Jägern um das von ihnen gehegte Wild wenn es um Freizeit-Nutzer und um sorglose Hundehalter geht. Erst jüngst und zwar genau am Donnerstag, 27. Oktober wurde Jagdpächter Peter Stoib aus Prien-Prutdorf Zeuge wie ein nicht angeleinter Hund einen Feldhasen riss. Der Vorfall kam zur Anzeige, nachdem er sich wie folgt zutrug:

Peter Stoib wollte gerade in seinem Jagdbogen beim Kirchholz gleich hinter Stetten in Richtung Farnach seinen morgendlichen Jagddienst beenden, da hörte er gegen 8.15 Uhr eon lautes Hundebellen und ein nicht minder deutlich zu vernehmendes Rufen „Hör auf, hör auf!“. Daraufhin machte sich der Jäger in Richtung der vernommenen Stelle und dort entdeckte er aus größerer Entfernung einen Mann mit dunkler Freizeitkleidung und mit Kappe sowie einen großen, schwarzen Labrador-Hund. Mehrmals rief ihm Peter Stoib zu, sich zur Rede zu stellen. Doch Mann und Hund liefen in Richtung Elperting davon, ein Einholen war wegen der schweren Kleidung mit Gewehr für Stoib nicht möglich. Weitere Versuche, mittels Telefonaten und Auto auf die Spur des Geflohenen zu kommen, scheiterten. Aus diesem Grunde bat Peter Stoib seinen Jagdkollegen Fritz Fuihl aus Oberreith um Unterstützung mit dessen Jagdhund. Mit Hilfe von diesem konnte die Spur zum genauen Tatort zurückverfolgt werden und es wurde ein gewilderter Wildhase gefunden, der ins Dickicht geworfen worden war. Nach einem Gespräch mit Jagdvorstand Hans Rauch aus Mupferting wurde der Vorfall zur Anzeige gebracht. Deswegen wird ersucht, dass sich etwaige Zeugen oder Leute, die passende Beobachtungen im genannten Revier vernommen haben bei der Polizeiinspektion Prien melden. Jäger und Jagdgenossenschaft nehmen diesen Nicht-Einzelfall zum Anlass, dass sich Hundehalter darüber im Klaren sein sollten, was sie anrichten können, wenn sie ihre Tiere frei laufen lassen. „Alles, was in der Natur stört, soll vermieden werden und daran müssen sich auch Freizeitgenießer und Hundehalter halten“, so Peter Stoib.

hö/Fotos: Ein von einem schwarzen Labrador-Hund qualvoll getöteter Feldhase

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg