Igel-Forschungs-Projekt wird in Bayern fortgesetzt

Wie geht es dem Igel in Bayern? Entsprechend dieser Frage wird das Bürgerforscher-Projekt des Bayerischen Rundfunks und des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern fortgesetzt.Demnächst erwachen die Igel aus dem Winterschlaf. Und auch in diesem Jahr sind alle Menschen in Bayern, die einen Igel sehen, wieder aufgerufen, das im Internet unter www.igel-in-bayern.de oder per Smartphone-App „Igel in Bayern“ zu melden. Naturschützer wollen mit den Daten langfristig herausfinden, wie es dem Igel in Bayern geht und wie es um seinen Lebensraum bestellt ist. 2015, im ersten Jahr des Projekts, hatten sich über 20.000 Bürgerforscher an dem Projekt beteiligt. Mehr als 28.000 Igel wurden gesichtet. Der Bayerische Rundfunk wird das Igel-Projekt wie im vergangenen Jahr in seinen Hörfunkprogrammen, im Fernsehen sowie online unterstützen und begleiten. Das Angebot reicht von Tipps zur igelfreundlichen Gartengestaltung („Querbeet“) bis hin zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Ergebnisse am Jahresende („Faszination Wissen“). Auch die wissenschaftliche Begleitung des Projekts wird fortgesetzt. Am Ende des zweiten Beobachtungszeitraums im November 2016 werden die Wissenschaftler erstmals über Vergleichsdaten verfügen, mit denen der Igelbestand im Freistaat noch besser analysiert und bewertet werden kann. 2015 wurden die meisten Igel in dicht besiedelten Gebieten gemeldet. Auch die begleitenden wissenschaftlichen Arbeiten konnten im Wald und in der Ackerlandschaft nicht viele Tiere nachweisen. „Daraus schließen wir, dass Igel vor allem in unseren Gärten leben“, sagt Martina Gehret, Citizen-Science-Beauftrage des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV).

Weitere Informationen unter www.igel-in-bayern.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg