Hermann Hupf mit „Lindberger Waldheimat-Preis“ ausgezeichnet

Dem Musikreferenten des Bayerischen Waldgaues, Hermann Hupf aus Seiboldsried, wurde im Bauer-Saal in Lindberg eine große Ehre und Auszeichnung zuteil: Die Waldvereins-Sektion Lindberg-Falkenstein verlieh ihm im Rahmen einer stilvollen musikalischen Feier, umrahmt von der „Lindberger Klarinettenmusi“ und den „Waldvereins-Ariensängern“ den „Lindberger Waldheimat-Preis“.

Verliehen wird diese Auszeichnung seit 1993 an Personen, die sich um die Waldheimat besonders verdient gemacht haben. So wurde z. B. im letzten Jahr der Arberbahn-Chef Thomas Liebl damit ausgezeichnet. Durch den Abend führte in seiner bekannt humorvollen Art der Vorsitzende der Sektion Lindberg-Falkenstein, Günther Hannes. Er hieß vor allem Bürgermeisterin Gerti Menigat (Lindberg), Bürgermeister Walter Nirschl (Bischofsmais), die beiden Vorsitzenden des Bayerischen Waldvereins Georg Pletl und Alfred Resch, den Vorsitzenden des Hüttenausschusses Peter Reißner, den Kulturausschuss-Vorsitzenden Haymo Richter sowie eine Delegation vom Bayerischen Waldgau mit den beiden Gauvorsitzenden Andreas Tax und Adolf Breu an der Spitze herzlich willkommen. Voller Begeisterung verkündete Hannes in seiner Laudatio, warum Hermann Hupf diesen Ehrenpreis bekommt. Die Wurzeln seiner musikalischen Karriere liegen bereits im Elternhaus begründet, in dem schon seine Mutter als gute Sängerin und Gitarre-Spielerin bestens bekannt war und sein Vater auf Knopf-Akkordeon und Böhmischen Harmonika sowie der Geige aufspielen konnte. Viele seiner Musikstücke wurden vom Bayerischen Rundfunk aufgenommen. Seine Berufung zum Musiker erfuhr Hermann Hupf mit neun Jahren, als er sein erstes Instrument, das Akkordeon erlernte. Mit 12 Jahren tritt er als Tenorhorn-Bläser in der Jugendbläsergruppe auf, mit 15 Jahren begleitete er die damals weitum bekannten „Hirmonsänger“ 25 Jahre lang bis zu deren Auflösung Ende der 90-er-Jahre mit dem Akkordeon. Von seinem Vater bekam er mit 17 Jahren eine Steyrische Harmonika, die der junge Musiker im Selbststudium erlernt. Bis heute ist es sein Lieblingsinstrument. In den folgenden Jahren gründete Hermann Hupf zahlreiche Gruppen und trat als traditionsbewusster Waldler auch in den Trachtenverein „Hirmonstaler“ ein, dem er bis heute 35 Jahre angehört. Bei einem Abstecher in die reine Unterhaltungsbranche konnte er sich das Musizieren auf Kontrabass, E-Bass, Trompete, Klavier und Keyboard aneignen. Vor zehn Jahren gründet sich in Bischofsmais eine markante Bläsergruppe, der Hermann Hupf bis heute angehört: die „Hirmon-Blosn“. Vor fünf Jahren wurde der Musikverein Bischofsmais aus der Taufe gehoben, der er als musikalischer Leiter, also als Dirigent, vorsteht. Des Weiteren ist er im Musik-Referat des Bayerischen Waldgaues tätig und organisiert den „Waldgau-Hoagartn“. Er gilt als Initiator des „Bischofsmaiser Musiktags“ (seit 2009) und organisiert im Kulturausschuss verschiedene „Baderhaus-Veranstaltungen“ mit. In seiner eigenen Musikschule in Bischofsmais ist er seit 15 Jahren als selbständiger Musiklehrer tätig. Damit hat er die besten Voraussetzungen, um in der echten Volksmusik für Nachhaltigkeit zu sorgen, in dem Kinder und Jugendliche in ihrer musikalischen Ausbildung in Richtung echter waldlerischer und bayerischer Volksmusik geprägt werden können. Seine „Hoiwa-Buam“ haben im Jahr 2009 den „Zwieseler Jugendfinken“ nach Bischofsmais geholt. Anerkennende Worte fand auch Bürgermeisterin Gerti Menigat. Sie hob vor allem seinen lobenswerten Enisatz, waldlerisches Liedgut zu singen und an die nachwachsende Generation weiterzugeben, hervor. „Ihre Jugendarbeit, mit der sie unsere Region und Heimat weitergebracht haben, ist nicht hoch genug zu schätzen.“ Bürgermeister Walter Nirschl erinnerte sich an frühere Zeiten, als er 1971 mit Hupf als „erste Boygroup“ das Spielen angefangen hat. „Eine Verbindung Lindberg-Bischofsmais gibt es schon länger.“ Auch Alfred Resch zollte dem Preisträger Respekt und würdigte ihn als hervorragenden Musiker, der sich mit ganzer Schaffenskraft in die Tätigkeit in der Volksmusikszene eingebracht hat. „Der Name Hupf steht für Qualität.“ „Wir haben es beim Hermann mit einem vielseitigen Musiker zu tun, der sich mit aller Energie, mit Leib und Seele, dem Musizieren verschrieben hat. Wenn wir ihm heute den Lindberger Waldheimat-Preis verleihen, dann geschieht dies aus Dankbarkeit und in Würdigung seiner Leistungen, als Ansporn auch für weiteres erfolgreiches Schaffen, aber auch in der Gewissheit, dass damit eine Persönlichkeit ausgezeichnet wird, die voll und ganz der Forderung des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler nachkommt: „Musiker braucht das Land, keine CDs!“ , führte Günther Hannes aus. Nach der eigentlichen Preisverleihung mit Urkunde und wertvoller Glasschale durfte Hermann Hupf Applaus und zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen. Er widmete den Preis zum Dank seinen Eltern Hermann (der heuer 100 Jahre alt geworden wäre) und Katharina (die im September im Alter von 91 Jahren verstarb) für die Unterstützung. „Im Hause Hupf hat Musik schon immer Tradition, angefangen von meinem Großvater, dem Hupf Sepp aus Stierberg bei Lam, über meinen Bruder Engelbert bis hin zu meinem Großneffen Florian, der bereits in der fünften Generation bei den Jugendbläsern in Bischofsmais mitspielt.“ Ein Dank ging auch an seine Partnerin Ingrid, mit der er in Sachen Kultur und Musik viel unterwegs ist. Seinen Dank an das Publikum drückte er im Duo mit Ingrid aus, als sie sich mit „A echter Musikant“ hören ließen. Musikalisch ging der Abend weiter, denn mit einem bunten Potpourri an Musikstücken und Liedern unterhielten die anwesenden Gruppen die Gäste.

Bericht: Regina Pfeffer

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg