Gutes und Aktuelles von Dengel Schokolade aus Rott am Inn

Seit 1992 werden in Rott am Inn feinste Pralinenspezialitäten, überwiegend in Handarbeit, hergestellt. Qualität, Frische und Vielfalt genießen von Beginn an oberste Priorität und das lässt sich in der gesamten Produktpalette wieder finden. Besonders wichtig bei der Herstellung seiner Schokoladenvariationen ist für Dengel die 100%-ige Nachvollziehbarkeit des Ursprungs seiner Grundzutaten: Kakaobohnen und Rohrzucker, sowie Milch.

Aus dieser eigenen, inneren Einstellung heraus hat er sich deshalb dazu entschieden, ausschließlich Grundzutaten zu verwenden, deren Herstellung er bis zum Erzeuger, also bis zum Milch-, Kakao- und Rohrzuckerbauern zu hundert Prozent nachvollziehen kann. Entscheidend hierbei sind natürlich auch die Kosten für die Rohstoffe: Qualität hat seinen Preis, und der soll auch beim Erzeuger ankommen.

Deshalb bezieht Dengel mittlerweile die Milch bei der Milchvermarktungsgesellschaft sternenfair. Deren Konzept für die Herstellung von Milchprodukten bietet einen angemessenen Milchpreis, mindestens 40 Cent pro Liter, für die Landwirte, die übrigens aus der heimischen Region stammen und direkt kontaktiert werden können. Tiergerechte Haltung und wiederkäuergerechte Fütterung der Milchkühe sind ebenfalls ein Selbstverständnis und tragen entsprechend auch zum Umweltschutz bei.

Die Milch, rund 1 Mio. Liter pro Jahr, wird direkt bei den lokalen Bauern abgeholt und zur Walzentrocknung weitergegeben. Nur so erhält Dengel das Milchpulver, das er für die Rohmassenherstellung qualitativ verwenden möchte. Die Walzentrocknung ist eine besondere, weil wesentlich schonendere und aufwendigere Art der Gewinnung von Milchpulver, auf die Dengel nicht zuletzt wegen der besseren Qualität und dem besseren Geschmack großen Wert legt. Für ein Kilogramm Milchpulver werden ca. acht Liter Milch benötigt.

Sternenfair-Milch gibt es bei Dengel nicht nur in der Schokolade – auch im Besucherpark gibt es ausschließlich Sternenfair-Produkte – egal ob Butter, Milch, Kaffeesahne, Sahne oder in den angebotenen Kuchen. Für seine Mitarbeiter gibt es sogar die Möglichkeit, sämtliche Milchprodukte direkt für zuhause zu beziehen.  „Wenn schon, dann g’scheid“, sagt Uwe Dengel. Ab sofort wird es, neben der Sternenfair-Verbindung, auch eine BIO-Linie in Kooperation mit der Marke „Berchtesgadener Land“ geben.

Eine große Herausforderung war die Suche nach einem Kakaobohnen-Lieferanten, der, ähnlich wie bei sternenfair, den Weg zum Erzeuger direkt nachweisen kann. 90% aller weltweit verarbeiteten Kakaobohnen stammen aus Afrika. Die Preise und vor allem auch die Arbeitsbedingungen für die Kakaobauern dort sind jedoch katastrophal. Ein vernünftiges Auskommen und Leben ist für diese Menschen, trotz täglicher Schwerstarbeit, nicht möglich. Da Kakao nach einem fiktiven Börsenpreis gehandelt und nur über offizielle Wege, die Regierung, bezogen bzw. bezahlt werden kann, hat sich Uwe Dengel auch hier die Mühe gemacht, einen Direktweg zu finden.

Das hat ihn nach Kolumbien, Südamerika, gebracht. Dort hat er mit der Firma Luker einen Partner gefunden, der ihm die gerechte Entlohnung der Hersteller, also der Bauern, garantiert und nachweisen kann. Auch wenn Dengel dafür einen wesentlich höheren Preis bezahlt, denn er zahlt den Grundpreis und entlohnt die Erzeuger zusätzlich mit einer Dengelprämie. Durch diese Sonderprämien können die Kakaobauern vor Ort grundlegend ihre Lebens- und Arbeitsqualität verbessern. Darüber hinaus ist die Qualität der Kakaobohnen wesentlich besser, denn es gibt dort z.B. keinen genmanipulierten Kakao. Und das Wissen ehrlich „fair“ eingekauft zu haben für Dengel das A und O.

Übrigens werden alle Schokoladen mit der echten Kakaobutter gefertigt, die auch direkt aus Mittel- und Südamerika stammt. Es kommen keinerlei sonstige pflanzliche Fette oder Ersatzstoffe zum Einsatz. Nur so kann die Hochwertigkeit der Schokolade garantiert werden und der zarte Schmelz der Qualitätsschokolade ist gewährleistet.

Auch bei der dritten Grundzutat, dem Rohrzucker, hat die Confiserie den Weg der Nachhaltigkeit und Nachvollziehbarkeit eingeschlagen. Über die Import- und Fair Trade- Firma DWP bezieht er den Rohrzucker aus Paraguay. Obwohl er bis zum vierfachen des üblichen Zuckerpreises zahlt, ist auch hier die hundertprozentige Nachhaltigkeit das entscheidende Kriterium. Die Confiserie Dengel nimmt mit dieser Einstellung und diesem Handeln eine Vorreiter-Rolle ein. Und trotz aller Umstände müssen Schoko-Liebhaber nicht befürchten, dass Dengel-Schokolade nicht mehr erschwinglich ist, denn es wird nur eine minimale Preissteigerung geben. Und Uwe Dengel ist sich sicher: wem Nachhaltigkeit am Herzen liegt, den wird das nicht stören, denn gute, ehrliche und vor allem faire Qualität hat eben seinen Preis!

Das Kopfschütteln über seine neue Ausrichtung, freiwillig mehr an die Erzeuger zu bezahlen, sieht der Unternehmer förmlich vor sich. Entmutigen lässt er sich davon aber nicht, denn er hat schon vor über 20 Jahren bewiesen, dass gute Ideen immer gewinnen. So glaubten 1992 auch nicht viele Menschen an den Erfolg seiner außerordentlichen Idee feine Pralinen im Land der reschen Brezen und des deftigen Leberkäs‘ herzustellen. Aber mit viel unternehmerischem Geschick und noch mehr Herzblut für die Idee, hat sich Uwe Dengel mit seiner Confiserie durchgesetzt und ist seither sehr erfolgreich am Markt vertreten. Tendenz weiterhin auf Expansion ausgelegt. Mit diesem Mut und dem Wissen, dass auch die anfänglich belächelten Ideen erfolgreich sein können, bringen Dengel und seine Mannschaft das Thema Nachhaltigkeit und Fairness für alle – auch über den Tellerrand hinaus – weiter voran. Man könnte sagen, ein Stückerl echte heile Welt – und dann noch mit echt gutem Geschmack. Die Welt ein Bisserl besser machen, kann ja so gut schmecken!

Pressekontakt: Martina Kotalla, Marketingleitung der Confiserie Dengel, Tel: 08039-901506-60, martina.kotalla@confiserie-dengel.de

Andrea Aschauer

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