Gutes Miteinander bei Jagdgenossenschaft Atzing – Freilaufende Hunde ein Problem

Ein gutes Miteinander von Jägern und den Bauern als Jagdgenossen innerhalb der Jagdgenossenschaft Atzing mit den Jagdbögen Süd und Nord zog sich wie ein roter Faden durch die Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft im Gasthaus Stocker in Atzing.

Wie Vorstand Hans Rauch zu Beginn der Versammlung informierte, ist in Atzing der Abschussplan, der von 2016 bis 2018 Gültigkeit hat, mit 50 Rehwild je Jahr gleich geblieben und von den Jägern bei tragbaren Wildverbiß erfüllt worden. Den Bericht für den verhinderten Schriftführer Thomas Maier verlas Zweiter Vorsitzender Albert Niedermayer. Einen zufriedenstellenden Kassenbericht trug Franz Zierer vor, Einnahmen für die Jagdgenossenschaft ergaben sich in erster Linie durch die Jagdpacht, aber auch durch die Inanspruchnahme der genossenschaftlichen Gerätschaften wie Hochentaster oder Holzspalter. Die Entlastung der Vorstandschaft schlug Wilhelm Feichtner junior vor, der zusammen mit Konrad Huber junior die Kassenprüfung vorgenommen hatte. „Im Landkreis Rosenheim hat sich in den letzten Jahren der Abschuss der Rehe von 20.000 Stück auf 25.000 Stück erhöht, Krähen wurden insgesamt mehr erlegt, dafür ging nach offiziellen Meldungen der Abschuss an Wildschweinen, die sich in unserer Region aufgehalten hat, zurück“ – so Vorstand Hans Rauch, der sich auch noch bei den Jagdgenossen für die Teilnahme an einer Waldbegehung im Steilgelände von Siegharting mit Förster Ulrich Guggenberger bedankte. „Ein milder Winter, gute Pflege des Jungwaldes durch die von der Jagdgenossenschaft zur Verfügung gestellten Clipper und eine kluge Bejagung haben für einen erträglichen Gebiss gesorgt“ – so das Fazit der Waldbegehung. Zum land- und wasserläufigen Biberproblem bat Rauch, gleich nach den ersten Schadensfeststellungen sich beim Jagdvorstand oder beim Bayerischen Bauernverband zu melden. Ein großes Problem in den Jagdbereichen von Atzing stellen für Jäger und Bauern die freilaufenden Hunde dar. Ungute Erfahrungen mit uneinsichtigen Hundehaltern sind fast schon eine dauerhafte Sorge. Dazu kommen noch Freizeitsportler, die auch nachts mit Stirnlampen und zum Teil mit Hunden durch Waldgebiete joggen. Im Rahmen der freien Aussprache wurde angeregt, für bestimmte Gebiete eine Anleinpflicht durch die Gemeinde anzustreben. Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster, der sich in seinem Grußwort insbesondere für das gute Miteinander von Jägern und Bauern in Atzing bedankte, bat um allseitige Vernunft was das „Hunde-Problem“ anbelangt und versprach, sich bis zur nächsten Teilbürgerversammlung der Gemeinde Prien in Atzing am Dienstag, 31. Januar die Anregungen und Wünsche der Jagdgenossen prüfen zu lassen. Zum Abschluss bedankte sich Vorstand Rauch bei allen Wiesen-Besitzern, die an den Waldrändern Grünstreifen ungedüngt lassen, ein weiterer Dank galt den Frauen der Jäger für den abendlichen Service und den von ihnen gemachten Kuchen sowie der Wirtsfamilie Stocker, die das von den Jägern spendierte Wild zu einem geschmackvollen Rehessen herrichteten. Auch Namens der Jäger (Leopold Schlosser, Paul Schlosser, Peter Stoib, Michael Schlosser junior und Martin Schlosser) sprach Michael Schlosser senior ein „Vergelt´s Gott“ aus. Der von der Unteren Jagdbehörde genehmigte Abschussplan mit 150 Stück Rehwild in drei Jahren bis 2018 soll erfüllt werden. Der Bestand an Füchsen hat sich – so Jäger Schlosser- im Jagdrevier nach einigen Jahren wieder normalisiert. Eine Satzungsänderung in Anpassung an die neue Mustersatzung für Bayerische Jagdgenossenschaften wurde von der Vorstandschaft empfohlen und einstimmig angenommen. Von einem neuen Umsatzsteuergesetz für Jagdgenossenschaften ist die Atzinger Genossenschaft aufgrund der Umsatzgröße nicht betroffen.
Nähere Informationen: Vorstand Hans Rauch, Tel. 08051-5381

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg