Gründung Pfarrverband Westliches Chiemsee-Ufer

Am vergangenen Sonntag wurde in Bernau ein neuer, großer Pfarrverband gegründet, bestehend aus sechs Kirchengemeinden mit ca. 10400 Katholiken aus vier politischen Gemeinden. Der Name: „Westliches Chiemsee-Ufer“.

Festlich geschmückt war die Pfarrkirche St. Laurentius in Bernau, als Weihbischof Wolfgang Bischof in Begleitung der Pfarrer Klaus Hofstetter, Kaplan Stefan Leitenbacher und Pater Joshy mit einer großen Schar an Ministranten in die Kirche einzog. Vertreter aus Politik, der evang. und neuapostolischen Kirchen Bernau und Prien, Fahnenabordnungen und viele Gläubige aus den Gemeinden waren gekommen, um der Neugründung einen feierlichen Rahmen zu geben. Der Kirchenchor unter Leitung von Christl Diwischek und Klaus Breuer an der Orgel gestalteten den Abendgottesdienst. Gleich zu Beginn verlas Andrea Martin das Dekret von Kardinal Reinhard Marx zur Gründung des neuen Pfarrverbandes. Um dieses neue Gebilde mit Leben zu füllen, stellten Vertreter aus Bernau, Greimharting, Hittenkirchen, Prien, Rimsting und Wildenwart ihre kirchlichen Gemeinden vor. Sie trugen dabei Abbildungen der jeweiligen Kirchtürme – Segeln gleich – an den Seitenalter, an dem sie dann hinter einem Boot platziert wurden. Auf diesen so entstandenen „Sechsmaster“ ging Weihbischof Wolfgang in seiner Predigt ein. Die Sozialform Kirche sei ständig im Wandel und ist aufgefordert, auf Veränderungen von außen zu reagieren. Jeder ist traurig, wenn man auf Vertrautes und Bewährtes verzichten muss, was auch berechtigt sei. Aber man sollte trotzdem nach vorne schauen, da sich in jedem Leben etwas bewegen muss. Es gäbe immer einen neuen Anfang, so Bischof. Erst vor fünf Jahren habe er den bis jetzt bestehenden Priener Pfarrverband gegründet, der nun schon wieder erneuert werden muss. Der neu entstandene „Sechsmaster“ sei zwar schwerer zu steuern wie eine kleine Jolle, wenn aber dieses Schiff einmal in Bewegung sei, kann viel Positives passieren. Er dankte allen, die schon bisher die Fahrt bis zur Neugründung begleitet hätten und wünschte den Gemeinden, dass viele auf dieses Miteinander setzen werden.
In seinem Grußwort als Vertreter der politischen Gemeinden stellte Bernaus Bürgermeister Philipp Bernhofer die Bedeutung der Kirche in der heutigen Zeit heraus. Er betonte auch, dass das kirchliche Leben auf starke Wurzeln gegründet sei, die auch weiterhin berücksichtigt werden müssen. Als Geschenk überreichte er einen Apfelbaum, der nur dann, wenn man ihn und seine Wurzeln pflegt, ordentlich Früchte bringen könne. Die gleiche Symbolik verwendete auch Pfarrerin Bettina Heckner, die einen Korb mit verschiedenen Kräutern als Geschenk übergab. Jede Pflanze – wie die einzelnen Kirchengemeinden – bräuchte ihre eigene Pflege. Sie wünschte dem Priener Seelsorgeteam eine glückliche Hand bei dieser Pflege. Der Vorsitzende des bisherigen Pfarrverbandsrates Prien, Klaus Kunerl, verlas einen geschichtlichen Rückblick der Pfarrei Bernau und forderte alle Anwesenden auf, den neuen Pfarrverband „Westliches Chiemseeufer“ mit Leben zu füllen und diesen Verbund mitzutragen. Ihm war es auch vorbehalten, alle Anwesenden zu einem Umtrunk ins Pfarrheim einzuladen.
Die Bernauer Alphornbläser und ein Ehrensalut der Bernauer Gebirgsschützen eröffneten dann den gemütlichen Teil des Abends, bei dem sich die Vertreter des neuen Pfarrverbandes aus den unterschiedlichen Gemeinden bei Häppchen, Getränken und interessanten Gesprächen näher kennenlernen konnten.
Bericht und Bilder: Georg Leidel

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg