Gespenstige Theater-Abende in Hittenkirchen

„Gift, Eifersucht, Gespenster und Liebeleien bilden den Webfaden“ heißt es über das neue Stück der Theaterer des Trachtenvereins Hittenkirchen, das den Titel „Gespenstermacher“ trägt. Am Samstag, den 21. November wird um 20 Uhr im Hittenkirchner Trachtenheim Premiere gefeiert. Dann öffnet sich unter der Regie von Franz Wörndl der Vorhang für die heruntergekommene Dorfschenke der resoluten Moorwirtin Rosa Moderer im tristen Moortaler Moos.In dieser Wirtschaft verkehren unter anderem die beiden Totengräber Schippe und Schaufe (gespielt von Franz Wörndl und Eugen Unterstrasser), zwei skurrile, lustige Totengräber, die einen schrägen Humor haben, mit den Fingern essen, jeden Fusel trinken und sich eher selten waschen und gerade so ihr Auskommen haben. Abgesehen vom sympathischen Knecht Leo (Wolfgang Schuster) werden sie von jedermann gemieden, auch von der Dorfverrückten Philomena (Melanie Poppe) und der Moorwirtin (Anna-Maria Paar). Eines Tages müssen die beiden Graberer erfahren, dass zukünftig ihr spärliches Gehalt gestrichen, dafür aber eine geringe Prämie pro Begräbnis bezahlt wird. Heißt es ab sofort: mehr Graben, mehr Geld? Eine gefundene Flasche Gift lässt da schnell finstere Gedanken aufkommen. Zum Problem der Totengräber kommt noch der Zwist der Moorwirtin mit der wohlhabenden Vevi Veichtl (Lisa Forstner): Beide interessieren sich für den Schuaster Jackl (Franz Thalhammer sen.), der sich aber für keine der beiden begeistern kann. Außerdem taucht plötzlich auch noch Lena (Theresa Pfaffinger) auf, eine angebliche Nichte von Wirtin Rosa. Über Nacht wird alles anders. Gibt es wirklich Gespenster? Ab jetzt geht es rund in der Dorfwirtschaft.
»Gespenstermacher« ist ein lustiger und humorvoller Schwank in drei Akten von Ralph Wallner, der mit witzigen Situationen das Publikum begeistern kann. Die triste Atmosphäre der ärmlichen Moorschenke im Moortaler Moos mit ihren skurrilen Gästen, die überraschende Situationskomik und der Wortwitz bilden einen wunderbaren Kontrast. Das Stück verspricht Pointen, es ist makaber, deftig, aber auch sehr feinsinnig. Lebendige wie tote Gestalten schwirren über die Bühne und zeigen, dass Geld und Reichtum das Leben nicht besser machen. Für Bewirtung und Unterhaltungsmusik in den Pausen ist wie immer gesorgt.
Drei weitere Aufführungen gibt es am darauffolgenden Wochenende, am 27., 28. November um 20.00 Uhr und am 29. November um 19.00 Uhr.
Weitere Infos und die Karten- und Tischreservierung gibt es unter Tel. 08051/ 1568 oder direkt im Mühlenladen der Kumpfmühle bei Prien.

Bericht und Bilder: Georg Leidel –  Die Proben laufen auf Hochtouren, hier noch ohne des Bühnenaufbaus

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg