GeschwisterTREFF am Irmengard-Hof in Gollenshausen 2017

Ab Januar 2017 treffen sich Geschwister von Kindern mit einer schweren Erkrankung oder Behinderung regelmäßig zum Austausch beim neuen GeschwisterTREFF am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung – Anmeldeschluss ist 18. November 2016

Gstadt am Chiemsee, 20. Oktober 2016 – Kinder, die ein schwer krankes oder beeinträchtigtes Geschwister haben, zwischen acht und 14 Jahre alt sind und aus der Region rund um den Chiemsee stammen, haben jetzt erstmals die Möglichkeit, beim neuen GeschwisterTREFF zusammenzukommen. Er findet ab Januar 2017 am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung in Gstadt statt. Bei den Treffen lernen sie andere Geschwisterkinder kennen, die in einer ähn­lichen Situation leben.

Der GeschwisterTREFF findet in regelmäßigen Abständen mindestens einmal im Monat jeweils samstags statt. Organisiert und begleitet wird das Projekt von den Geschwisterfachkräften des sozialpädagogischen Teams am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung, die seit vielen Jahren auf die Geschwisterarbeit spezialisiert ist. Das Projekt möglich gemacht hat als Förderpartner die „Spar­kassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim“. Auf dem Programm ste­hen Almwanderungen, Schwimmen und Rodeln, ein Musikprojekt oder Grill- und Kocherlebnisse mit leckerem Essen und auch ein Geschwisterverwöhn­tag. Zusätzlich werden verschiedene Workshops speziell für Geschwister durchgeführt, die den Austausch untereinander, den Zusammenhalt und das Verständnis für ein Leben in einer Familie mit einem schwer kranken Kind fördern.

Wer mitmachen möchte, meldet sich für weitere Informationen beim Irmengard-Hof, Tel. 08154 90851-67, oder informiert sich auf der Internetseite www.irmengard-hof.de -> Nachsorge- und Geschwisterreisen.

Anmeldeschluss ist Freitag, 18. November 2016. Ein Orientierungstag mit den Familien, die sich angemeldet haben, findet am Samstag, 10. Dezember 2016, statt.

Was ist Geschwisterarbeit?

Die Situation der Geschwister in Familien mit einem schwer kranken Kind oder einem Kind mit Behinderung gestaltet sich oftmals schwierig. Die Fa­milien sind durch die Sorge um das erkrankte Kind und die aufwendige Betreuung und Pflege sehr belastet. Oft bleibt für die Interessen und Gefühle der gesunden Geschwister nicht genügend Zeit, so dass sie sich zurückgesetzt und allein gelassen fühlen.

Die Angebote der Björn Schulz Stiftung stärken Geschwisterkinder in dieser schwierigen Lebenslage. In speziellen Workshops und Freizeiten stehen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und treffen auf andere Kinder, denen es ähnlich geht. Gemeinsame Unternehmungen, erlebnispädagogische Aktivitäten und begleitende Gespräche schaffen einen Ausgleich zum Familien­alltag, stärken das Selbstvertrauen und geben den Geschwisterkindern Raum für ihre Interessen und Bedürfnisse. Begleitet werden die Maßnah­men von erfahrenen, pädagogisch geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine Zusatzausbildung als Geschwister-Fachkraft haben. Die Geschwisterarbeit der Björn Schulz Stiftung ist bisher ausschließlich spendenfinanziert.

Foto: Gemeinsam sind wir stark! Unterstützung für Geschwister von schwer kranken Kindern und Kindern mit Behinderung will der neue GeschwisterTREFF am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung ab Januar 2017 bieten. Foto: Björn Schulz Stiftung

 

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg