Gebirgsschützen-Ehrensache: Restaurierung von Feldkreuzen in Prien und Umgebung

„Das Land brauchen wir nicht mehr verteidigen, aber für unsere Heimat können wir uns nach wie vor auf unterschiedliche Weise einsetzen“ – mit diesen Grundsatzgedanken hat sich der Ehren-Oberleutnant der Priener Gebirgsschützen seit Jahren der ehrenamtlichen Restaurierung von sakralen Gegenständen, insbesondere von Wegkreuzen gewidmet. Gelegenheiten oder Notwendigkeiten haben sich bislang immer wieder ergeben, so zum Beispiel in Tirol. Mit Südtirol und Tirol sind die Bayerischen Gebirgsschützen besonders geschichtsträchtig und freundschaftlich verbunden. Seit vielen Jahren verbringt Paul Panzer im Stubaital seine Urlaubstage, beim Quartiergeber, einem Bergbauern entdeckte er ein vom Wetter arg mitgenommenes Feldkreuz. Schnell waren sich der Bergbauer und der Gebirgsschütze einig, dass Paul Panzer als Malermeister und Fachmann die Restaurierung vornimmt – natürlich auch dort ehrenamtlich. Daheim im Chiemgau waren in den letzten Jahren Wegkreuze beim Loderer-Bauern in Prien-Hallwang, beim Raschl-Bauern in Hittenkirchen oder das Obermaier-Kreuz in Elperting Herausforderungen. Zuletzt war das große Kruzifix am Ende des Friedhofs von St. Salvator hergerichtet worden. Rund 30 Stunden sind je nach Zustand des Objekts notwendig, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Eine Komplett-Restauration erfolgte im Vorjahr für einen Herrgott in Bad Endorf in guter Abstimmung mit der dortigen Gebirgsschützenkompanie. „Der Beginn meiner Tätigkeiten war in Prien auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Lorenz Kollmannsberger die Wiederherstellung der Heiligen-Nepomuk-Figur nahe dem Priener Kreisel und dem Gasthof Lindenhof“ – so Paul Panzer, der sich in seiner Freizeit gut, gerne und gläubig seiner Heimat widmet.

Foto/Repro

s:  Hötzelsperger – Feldkreuz-Beispiele nach der Restaurierung von Paul Panzer

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg