Frühjahrshoagart beim Trachtenverein Bernau

Wieder einmal fanden sich zahlreiche Freunde traditioneller Volksmusik im Saal des Gasthofs „Kampenwand“ zusammen, um den verschiedenen Gesangs- und Musikgruppen beim abwechselnden Singen und Musizieren beim Bernauer Trachtenverein zu lauschen.Für den Trachtenverein „D‘ Staffelstoana“ Bernau hatten Magdalena und Angelika Weingartner eine hochkarätige Auswahl getroffen und präsentierten Musikanten aus der näheren Umgebung, dem Oberland und dem Pongau, die alle nicht nur durch großes Können und viel Freude an der Musik glänzten, sondern auch bei den Besuchern großen Beifall fanden. Ein Großteil der Gruppen hatte dabei schon einmal den Volksmusikpreis Traunsteiner Lindl gewonnen. Den Anfang machte die Raureif Geingmusi in der Besetzung zwei Geigen, Kontrabass, Ziach und Harfe. Die Musikanten kommen aus Bad Feilnbach, der Wildschönau, Sachrang und Bernau. Ein Teil der Gruppe stellte dann auch noch den Laurenzi-Dreigsang, der im letzen Jahr den Traunsteiner Lindl gewonnen hat. In ihrem feinen Gesang ging es über den Frühling, die heimatlichen Berge und natürlich auch über Dirndl und Jäger. Begleitet wurden die beiden Sängerinnen und der Sänger vom Bernauer Sepp Pfliegl an der Harfe. Die Starnberger Fischerbuam, vier gestandene junge Männer, gaben sich den Namen nach der Fischertracht, die der dortige Trachtenverein trägt. Sie konnten mit ihren kräftigen Stimmen das Publikum begeistern. Die Stibei Buam faszinierten mit ihrer feinsinnig-schmissigen Spielweise mit Zither, Ziach, Gitarre und der seltenen Bassklarinette. Bereits kurz nach der Gründung der Gruppe konnten sie 2012 den Lindl mit nach Hause nehmen. Den Abschluss machte dann noch die Almrauschmusi, eine Tanzlmusikbesetzung aus der Gegend um den Waller- und Irrsee im Pongau, die mit ihren weichen Tönen den Abend bestimmten. In der Besetzung Flügelhorn, zwei Basstrompeten, Tuba, Gitarre und Ziach begeisterten sie die Zuhörer. Als eine ebenfalls ausgezeichnete Wahl erwies sich Moderator Sepp Furtner aus Prien, der mit zahlreichen Gedichten, Geschichten und philosophischen Betrachtungen „aus dem Leben“ aufwartete.

Für einige Besucher endete der Abend erst weit nach Mitternacht, da die Almrauschmusi, erweitert mit einigen Musikanten aus den anderen Gruppierungen, noch zu einem zünftigen Tanz musizierten und eine Bar der Aktiven des Trachtenvereins die Gäste am Heimgehen hinderte.

Bericht und Bilder: Georg Leidel

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg