„Fahr’n ma hoam“ – Herbsthoagascht in Hittenkirchen

Zum 41. Hittenkirchner Herbst-Hoagascht mit Gruppen aus dem Landkreis Rosenheim kamen wieder viele Besucher aus nah und fern, um den bayerischen Gesängen und Weisen zu lauschen.

Herbstlich wunderschön geschmückt und sehr gut gefüllt war das Hittenkirchner Trachtenheim am vergangenen Samstag, als Trachtenvorstand Christoph Kaufmann die Anwesenden begrüßte. Dem Musikwart Michael Berneder gelang es dieses Jahr wieder eine bunte Mischung aus Musik- und Gesangsgruppen zusammenzustellen, die heuer alle aus dem Landkreis Rosenheim kamen. Mit Lenz Berger aus Höglwörth konnte er einen Ansager gewinnen, der es verstand mit viel Einfühlsamkeit durch den Hoagascht zu führen. Zu den Liedern wusste er immer ein nettes Gedicht und „Gschichterl“ oder platzierte zwischendurch einen boarischen Witz. Das runde und überwiegend auf die „Herbstzeit“ abgestimmte Programm startete mit der Stoaberg-Musi, die krankheitsbedingt nur aus dem Ehepaar Traudl und Peter Vodermaier bestand. Mit ihren äußerst fein gespielten Ziachstückeln begeisterten sie von Beginn an die Zuhörer. Gleiches tat auch der Laurenzi-Dreigsang und die Laurenzimusi. Die Geschwister Regina und Franziska Kolb (Kontrabass und Geige) aus Bad Feilnbach und Christoph Bauer (Ziach) aus Sachrang konnten letztes Jahr als Dreigesang den Traunsteiner Lindl gewinnen. Zusammen mit der Harfenistin Christine Kracher aus Großholzhausen sangen sie über die Liab und den Herbst oder spielten zum ersten Mal öffentlich als Geigenmusikbesetzung schmissige Tanzweisen. Der Hittenkirchner Frauensingkreis unter der Leitung von Michaela Leidel nutze diesen Abend um sein 30-jähriges Bestehen zu feiern. Der normalerweise eher in Gottesdiensten zu hörende 15 köpfige Frauenchor überzeugte mit seinen Herbst- und Bauernstandliedern. Die Chiemgauer Saitenmusik besteht aus den drei Priener Musiklehrerinnen Brigitte Buckl (Akkordeon, Gitarre), Carolin Schmid (Kontrabass, Gitarre) und Sabine Werner (Zither, Flöte) sowie ihrer Brannenburger Kollegin Heidi Ilgenfritz (Gitarre, Hackbrett). Ihre Polkas, Walzer und staade Weisen begeisterten das Publikum. Den Abschluss jeder Runde bildete ein weiterer „Lokalmatador“. Michael Berneder und seine Gesangskollegen vom Männergesangsverein Grabenstätt rundeten als Krautinsel-4-Gsang mit lustigen und nachdenklichen Liedern aus kräftigen Männerkehlen das Programm ab; begleitet wurden sie von Willi Weitzel an der Zither. Am Schluss des gelungenen Abends erklatschten sich die Zuhörer noch eine komplette Zugabenrunde.

Bericht und Bilder: Georg Leidel

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg