Eröffnungsfeier der Grünen Woche Berlin – heuriges Partnerland Ungarn

Die Eröffnungsfeier der Internationalen Grünen Woche Berlin 2017 fand gestern abend im CityCube Berlin statt. Das Partnerland Ungarn gestaltete das kulturelle Rahmenprogramm, sowie den anschließenden Empfang für die über 3.600 geladenen Ehrengäste.

Zur Begrüßung sprach Dr. Christian Göke, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. Michael Müller, der Regierende Bürgermeister von Berlin, lobte die mittelständischen Unternehmen der Ernährungswirtschaft für Ihre Leistungsfähigkeit. In deren Sinne machte er auch klar, dass eben Qualität auch ihren Preis hat. Dr. Wolfgang Ingold, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, sprach von der Ernährungsindustrie, die noch nie so vielfältig war, wie zur Zeit. Jeder 8. unserer Bevölkerung arbeitet in der Lebensmittelindustrie. Da es hierbei auch schwierige Probleme zu lösen gibt, rief er zur offenen Diskussion auf.
Phil Hogan, der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, erklärte, dass wir ein schwieriges Jahr 2016 hinter uns haben. Damit meinte er den Brexit, die EZB-Geldpolitik, etc.. Er ermahnte zu einem generationen-übergreifenden Denken in der Ernährungswirtschaft. Der zunehmende Wettbewerb ist wie ein Ritt auf der Messers Schneide. Wir sind zwar offen für Veränderungen, aber nicht, dass dabei die bäuerlichen Existenzen vernichtet werden.
Dr. Sándor Fazekas, Minister für Landwirtschaft von Ungarn, rief zur nachhaltigen Ernährungsindustrie auf. Dabei kann nur eine länderübergreifende, gemeinsame Agrarpolitik die aktuellen Probleme lösen.
Dem folgte eine emotionale Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt. Er verwies auf die Megathemen unserer Zeit, „Landwirtschaft“ und „Wasser“. Er erklärte, ohne Wasser geht gar nichts. Ja, der Zugang zu Wasser würde sogar Flüchtlingsströme verhindern. Um in Zukunft 10 Millionen Menschen zu ernähren müssen 60 % mehr Lebensmittel produziert werden. Dies ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. In Bezug auf das diesjährige Partnerland Ungarn verwies er auf den Freundschaftsvertrag vor 25 Jahren, mit der Anmerkung „so kann Europa funktionieren“.
Zum Schluss erklärte der Bundesminister die 82. Internationale Grüne Woche Berlin für eröffnet.
Während der Veranstaltung spiegelte das Partnerland Ungarn mit einem künstlerischen Bühnenprogramm seine Traditionen wider.
Die Performance von Pál István „Bacon“ und seiner Band begeisterte die Gäste. Die Musiker sind Teil des Ungarischen Staatlichen Folklore-Ensembles und haben sich der Tradition Ungarns und der Kultur des Karpatenbeckens verschrieben. Moderne Klänge stimmten die populäre Band Ferenczi György and the Rackajam an.
Begleitet wurde die musikalische Darbietung von Tänzern der Fitos Dezső Company, die eine zeitgemäße Umsetzung alter traditioneller Volkstänze vorführten.
Der Höhepunkt der Show war das Zusammenspiel aller Künstler zu einer einzigartigen Performance.
Nach der Eröffnungsfeier lud das Partnerland Ungarn zu einem Empfang im CityCube ein. Die Gäste erfreuten sich von dem abwechslungsreichen Menü des Chefkochs Péter Buday. Dabei durfte das Nationalgetränk Pálinka (Obstbrand) ebenso wenig fehlen wie der charakteristisch geformte Baumstriezel, ein Kuchen aus Hefeteig.
Insgesamt war es eine bestens gelungene Eröffnungsfeier der Internationalen Grünen Woche Berlin 2017.

Helmut Amberger
Freier Berichterstatter der Samerberger Nachrichten

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg