Erinnerungen an 500 Jahre Reinheitsgebot in Kaltenberg

Es war wohl der größte Gottesdienst, der dieses Jahr in Bayern stattfinden sollte. 1.000 Musikanten, 6.000 Mitglieder aus Trachten-, Schützen- und Traditionsvereinen sowie 190 Fahnenabordnungen aus ganz Bayern trafen sich in der Arena auf Schloss Kaltenberg, um das Jubiläum zu „500 Jahre Reinheitsgebot“, dem ältesten noch gültigen Lebensmittelgesetz, gebührend zu feiern. Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern hatte eingeladen. Als einer der Nachfahren des Reinheitsgebot-Erfinders Herzog Wilhelm IV. fühlt sich der Wittelsbacher-Prinz dem Bier besonders verpflichtet.

Die Festlichkeiten begannen bei wechselhaftem Wetter mit einem Kirchenzug durch den Ort Kaltenberg. Der anschließende Gottesdienst, bei dem sich alle Musikanten zu einem großen Orchester formiert hatten, blieb entgegen den Wettervorhersagen vom Regen verschont und so konnten die Fähnriche am Ende der Messfeier zum kirchlichen Segen mit den Worten „Hopfen und Malz – Gott erhalt’s“ ihren Regenschutz abnehmen. Die Scheuringer Trachtler Steffi, Vanessa, Hedwig, Clara, Agnes und Quirin hatten zum Abschluss noch die ehrenvolle Aufgabe, jedem Fähnrich ein Fahnenband, das extra für diese 500-Jahr-Feier entworfen wurde, zu übergeben.

Das anschließende gemütliche Beisammensein wurde von den Musikkapellen und Auftritten verschiedener Vereine umrahmt. Auch die Scheuringer und Meringer Trachtler begeisterten mit ihrer Goaßlschnalzer-Gruppe.

Auch war die Gelegenheit, die Arbeit der Vereine im Bayerischen Trachenverband an einem Informationsstand zu vermitteln. Am Samstag wurde dies vom Huosigau übernommen, am Sonntag stellte sich Gauvorstand Marianne Hinterbrandner zur Verfügung. Allerdings wurde die Aktion aufgrund der mangelnden Besucherzahlen und der eisigen Temperaturen am Nachmittag abgebrochen.

Text und Bilder: Ingrid Zott, Scheuring

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg