Ein ganzes Dorf spielt 2000 Jahre Geschichte – Ilse Aigner ist Schirmherrin

Ein ganzes Dorf spielt die Geschichte ihrer Heimat seit der Zeitenwende – das ist der Kerninhalt der „Samerberger Spiele 2014“. Zum dritten Male nach 2000 und nach 2004 wird das Freilichtspiel in aufwendiger Darstellung zwischen dem Gasthaus Maurer und der Ortskirche zur Aufführung gebracht. Insgesamt 19 mal von der Premiere am Freitag, 27. Juni bis zum Freitag, 1. August wird gespielt. Die Schirmherrschaft hat Bayerns Wirtschafts-Ministerin Ilse Aigner übernommen.
„Was ist heuer anders als in den ersten beiden Aufführungsjahren?“ – diese Frage beantwortet Vorstand Fred Wiesholzer vom gastgebenden Trachtenverein Hochries-Samerberg mit verschiedenen Hinweisen, unter anderem damit, dass die Spielleitung heuer erstmals beim Grainbacher Rüdiger Motzer liegt. Zuvor hatte zweimal Hans Bauer die Geschicke der Theateraufführungen mit großem Erfolg geleitet. Die Neuinszenierung von Rüdiger Motzer hat einige Veränderungen in den insgesamt 12 Szenen bewirkt, die Szenen zeigen das Leben auf dem Samerberg vom Ursprung bis zur Gegenwart. Geändert wurde auch der Ende und damit das Schlussbild. Anders als bisher wird auch die überdachte Tribüne sein. Bei den ersten beiden Vorstellungsreihen konnten die Zuschauer auf einer Bühne aus Holzstämmen Platz nehmen. Die Holz-Tribüne erbaute Ehrenvorstand Hans Sattlberger, der auch die Idee zum Freilichtspiel 2000 hatte. „Damals wollten wir einen Beitrag zum Millineumsjahr machen und das gelang uns, weil meine Vorschläge von Horst Rankl aus Rosenheim für ein Theater umgesetzt wurden und weil wir mit Unterstützung des Samerberger Heimatforschers Josef Rieder gute Quellen zur Samerberger Geschichte hatten“ – so Hans Sattlberger rückblickend. Er wird auch heuer wieder dabei sein ebenso wie 150 weitere Frauen, Männer und Kinder. Zum Teil kommen sie vom Kirchhang auf den Festplatz, zum Teil aber auch –und das ist auch neu- durch den Tribünen-Mittelgang. Rosserer und Rösser sowie mehrere amerikanische Fahrzeuge, die die Szene der Nachkriegs-Besatzungszeit darstellen, kommen auf diese Weise auf den Spielplatz. Neu ist auch, dass es zwischen den Szenen eine kurze Bewirtungspause gibt und dass nach dem Spiel und nach einem kleinen Umtrunk gemeinsam zum Biergarten und zu den Lokalitäten des Gasthauses Maurer marschiert wird. Die Spielszenen werden wie bisher auch mit musikalischen Beiträgen noch unterstützt, fehlen darf auch nicht die Szene der Kirchturmflucht. Als Sprecher, die die Geschichte der Szenen erläutern, stellen sich in diesem Jahr Pfarrer Georg Gilgenrainer, Bürgermeister Georg Huber und der ehemalige Zweite Bürgermeister Wolfgang Maurer zur Verfügung. Spielleiter Rüdiger Motzer und Vorstand Fred Wiesholzer sind ob der bisherigen Probeneindrücke überaus optimistisch vor der Premiere am Freitag, 27. Juni. Besonders froh und stolz sind sie, dass unter den Mitspielern und Mitwirkenden viele junge Leute, aber auch viele Frauen und Männer dabei sind, die schon 2000 und 2004 dabei waren. Zu ihnen gehört auch Franz Daxlberger, der zum dritten Male einen Veteranen spielt. Der 76-jährige freut sich – wie er bei den Proben sagte – dass er einen Beitrag zur Geschichts-Darstellung des Samerbergs leisten kann. Alle Informationen zu den Terminen, zum Kauf von Karten im Vorverkauf sowie zum Drumherum des „Samerberger Spiels 2014“ gibt es im Internet unter www.trachtenverein-grainbach.de/freilichtspiel/. Karten gibt es im Dorfladen „Um´s Eck“ in Grainbach, beim Info-Center des Tourismusverbandes Chiemsee-Alpenland in Bernau-Felden sowie im Internet. Unterstützt und gefördert wird das ehrgeizige Projekt unter anderem von der Stiftung Otto Eckart, von OVB-Heimatzeitung, von Flötzinger Bräu Rosenheim, vom Dorf-Cafe Grainbach, von der Kulturstiftung Oberbayern, von der Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung im Landkreis Rosenheim, von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling sowie von der Gemeinde und Gäste-Information Samerberg.

Foto: Hötzelsperger – Schirmherrin ist Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bei einem Dialog im Bayerischen Landtag mit (v.l.) MdL Klaus Stöttner, Vorstand Fred Wiesholzer vom Trachtenverein Hochries-Samerberg und Bürgermeister Georg Huber von der Gemeinde Samerberg.

Nähere Informationen: www.trachtenverein-grainbach.de/freilichtspiel/

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg