Dr. Herbert Reuther neuer Vorsitzender der Prien Partner

Die Jahreshauptversammlung im Hotel Luitpold am See brachte einen Vorstandswechsel mit sich.Neuer Vorsitzender ist Dr. Herbert Reuther von der Marienapotheke. Der bisherige Erste Vorsitzende Dirk Voggenauer erklärte aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt. Der Fachkräftemangel habe auch ihn ereilt, weshalb er es zeitlich nicht mehr schaffe, sein Unternehmen sowie diese Aufgabe zu vereinen. Als neuer Amtsinhaber stand einzig Dr. Herbert Reuther zur Wahl, der einstimmig – unter der Aufsicht von Wahlleiter Alexander Hagenbrock – von den Anwesenden per Handzeichen gewählt wurde. Sein vorheriges Amt als stellvertretender Vorstand ging einstimmig an Bernhard Seidl über, der zuvor Beirat war. Für diese Position wurde einstimmig Christian Saxen gewählt.

Schon vor der Wahl hatte Reuther mit einer kurzen Ansprache gepunktet. Es habe bereits viele „alte Hasen“ in diesem Amt gegeben, die allesamt eine Parallel aufgezeigt hätten: Sie seien mit „ungeheurer Empathie, Intention und Fleiß“ gestartet und hätten später „genervt, ausgebrannt und im Streit“ aufgehört. Bestehe ein Gesetz der Serie, sei dies bei ihm jetzt auch so; gelte das Gesetz der Wahrscheinlichkeit, dann komme es dieses Mal vielleicht anders. Die Prien Partner erinnerten ihn an die Sage vom Sisyphus, der zwar den Tod überlistet habe, die zornigen Götter ihn dafür aber mit dem ständigen Hochrollen eines riesigen Steins bestraften. Auch die Prien Partner seien schon mehrmals als tot tituliert worden und dennoch immer wieder auferstanden.  „Ich will nichts versprechen, denn dann kann ich hinterher sagen: Ich habe nichts erreicht, also habe ich genau das gemacht, was ich vorhergesagt habe“, bemerkte er mit einer gehörigen Portion Ironie. Doch gleich nach der Wahl zeigte er auf, dass er sich nicht ohne Plan für das Amt des Vorsitzenden beworben hatte. In einer Kurzanalyse fasste er zusammen: Die Mitglieder der Prien Partner stammten aus 19 Branchen mit völlig unterschiedlichen Interessen, die sich schwer zusammenführen ließen. Der Einzelhandel mache mit 24 Prozent den größten Anteil aus.  Prien sei einerseits zu groß, um einen Gewerbeverband ehrenamtlich zu führen, andererseits zu klein, um diese Aufgabe in professionelle Hände zu legen. Sein Vorhaben sei, die Gesundheitswoche nächstes Jahr an einen anderen Träger zu übergeben. Dann könne Ida Brömse, die zu zur Organisation dieser Veranstaltung rund ein Drittel ihrer Arbeitszeit einsetze, sich auch wieder mehr ihren eigentlichen Aufgaben als Geschäftsführerin der Prien Partner widmen. Dieses Jahr werde die Woche ja bereits auf vier Tage „eingedampft“.  Im Weiteren wolle er einen Arbeitskreis bilden, der völlig frei von jedweden Vorgaben alle Möglichkeiten für Prien durchforstet; er solle auch Nichtmitgliedern offenstehen. Darüber hinaus wolle er den Fasching beleben, den Unsinnigen Donnerstag wie den Faschingsdienstag. „Die Prien Partner brauchen trotz unterschiedlicher Interessenlage ein gemeinsames Ziel“, so sein Fazit, dann könne man auch etwas erreichen. wp

 

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg