Das Erbe der Wassertrinkerin – Wasserverband Frasdorf engagiert sich

Der Wasserverband in Frasdorf unter der Leitung von Herrn Neumayr engagiert sich seit vielen Jahren für die Trinkwasserversorgung in der Gemeinde. Wasser ist das wichtigste „Lebensmittel“ und so ist natürlich jede Gemeinde bemüht eine bestmöglichste Versorgung zu garantieren. In Frasdorf ist dies offensichtlich gelungen.

Engagierte Frasdorfer Bürger und die Natur haben ein Versorgungsnetz ermöglicht, das ganz offensichtlich seinesgleichen sucht.
Die Quellen am Südhang vom Ort spenden nicht nur ergiebig sondern sind auch von einer hohen Reinheit und Geschmacksqualität.

Die Erhaltung und Betreibung dieses so notwendigen Systems lag und liegt in der Hand von Herrn Neumayr, der alles mit viel Herzblut eingerichtet hat, kontrolliert und mit Recht stolz auf dieses System ist. Unterstützt von Frasdorfer Bürgern die im Wasserverband Frasdorf sich zusammengeschlossen haben. Ein Besuch in den unterirdischen Zentren dieser Anlage überrascht den Laien doch sehr. Fast wie in einem OP-Saal ist alles penibelst sauber geordnet, ausgeleuchtet und mit „Notfallplänen“ beschriftet. Man muß schon genau hinsehen um überhaupt zu erkennen, dass das Becken mit Wasser gefüllt ist, so klar ist es. Bei der Bewahrung des Wassers in den Hochbehältern darf nichts schief gehen. Ständig wird überprüft ob alles perfekt abläuft, jeder Ortsteil genügend versorgt wird und das zu jeder Tages- und Nachtzeit: „Denn Wasser ist Leben und gutes Wasser ist die Basis für ein gesundes Leben von Mensch, Tier und Natur“.

Das Quellwasser in Frasdorf läuft 24 Stunden 365 Tage immer frisch und sauber bis zum Verbraucher. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass noch weitere Quellen in den Hochbehälter eingespeist werden und damit die Wasserversorgung im Verband auf Jahrzehnte gesichert ist.

Die jetzige „Schulhausquelle“ soll dann, als Erinnerung an die Frasdorfer Wassertrinkerin und ihr Erbe, in „Maria Furtner Quelle“ umbenannt werden. Maria Furtner war eine Bauerstochter von Weizenreit, geboren am 17. März 1823, die sich seit Ihrem 12. Lebensjahr, nach einer schweren Erkrankung an den schwarzen Blattern, nur noch von Wasser ernährt hat, denn ihr Magen vertrug kein warmes Essen mehr. Am 4. Nov. 1884 starb Maria Furtner im 62. Lebensjahr. 52 Jahre lebte sie ausschließlich von Wasser und, da sie sehr fromm war auch von geweihten Hostien. Sie wurde von Ärzten nach München gebracht und in einer Klinik eingesperrt und tagelang beobachtet. Es konnte aber nur ihre Aussage bestätigt werden. Sie lebte wirklich nur von Wasser (das Münchener Wasser bezeichnete sie als „fad“ schmeckend.). Nach fünf Wochen wurde sie entlassen und am 9. Mai kam sie zu Fuß wieder heim nach Frasdorf.

Die Bevölkerung aus ihrem Heimatdorf, aber auch viele Ärzte und die königliche Familie von Bayern haben große Anteilnahme an dieser zierlichen Person aus Frasdorf genommen. Sie wurde im elterlichen Grab auf dem Kirchfriedhof zur letzten Ruhe gebettet.

Das Frasdorfer Quellwasser aber hat bis heute und mit gutem Grund einen ausgezeichneten Ruf für seine Qualität und wird seit nunmehr 200 Jahren von der Bevölkerung genutzt.

Eva-Marie Martius, Aschau

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg