Chiemgauer Rumänienhilfe wird fortgesetzt

Reichertsheim/Chiemgau (hö) – Seit 26 Jahren ist der Freundeskreis Rumänienhilfe Inzell-Au-Ramsau aktiv, Träger der Aktionsgemeinschaft ist die Kongregation der Franzikanerinnen Au am Inn, die Helfer und Unterstützer kommen aus dem gesamten Chiemgau und darüber hinaus. Fast jeden Monat wird ein LKW beladen und auf den Weg nach Rumänien gebracht. Vom jüngsten Verladen berichtet Hauptorganisator Hans Alt:

„Es war dies der sechste LKW in diesem Jahr. Zwei gingen nach Piatra Neamt zu der dortigen Kirchengemeinde und einem Kinderheim. Wie ich von dem zuständigen Pastor gehört habe, schickte diese Gemeinde von den Spenden, die sie von uns bekamen, einen großen Teil weiter in die Krisenregion der Ukraine. Dort ist die Not der Menschen noch um einiges größer. Hilfstransporte zu schicken ist schwierig, denn es gibt von der Regierung strenge Vorgaben. Ich finde es gut, wenn sich Helfer aus Rumänien trotzdem auf den Weg machen, um dort zu helfen und den Menschen Mut zu machen. Vier LKW, so auch der zuletzt beladene, gingen zum Diakonieverein der Evangelischen Kirche in Alba Julia. Dort wird unter der Leitung von Pfarrer Wagner eine sehr gute Behindertenarbeit geleistet, es werden alte und kranke Menschen gepflegt, teils zuhause, teils in der Einrichtung. Ein Altenheim mit über 35 Personen wird von der Diakonie betrieben. Dazu braucht es Geld und ein guter Teil kommt aus dem Verkauf dieser gespendeten Kleidung. Eine Form von Wertschöpfung, die durchaus sinnvoll ist, wenn die Geldspenden nicht ausreichen. Auch das sehe ich als Hilfe zur Selbsthilfe an. Mit den Transporten zur Diakonie bekommt auch die Ordensschwester Maria Hausner aus Alba Julia einiges an Paketen. Teilweise sind sie von uns, doch auch die Schwestern vom Kloster Au packen für Schwester Maria verschiedene Sachen ein. Ebenso erhält die Krankenschwester Rosalie Gruber, die in Sebes einen ambulanten Pflegedienst betreibt, mit diesen Transporten ihre Päckchen aus der Heimat. Noch zu erwähnen ist, dass wir für diese Transporte jeweils im Schnitt 1.400 bis 1.800€ bezahlen müssen. Darum auch meine ganz große Bitte um Spenden, denn anders könnte ich diese Transporte nicht durchführen.“

Nähere Informationen: Hans Alt, Pfarrer-Huber-Straße 22, 84437 Reichertsheim, Telefon 08072-3193, Telefax 08072-2719, email: info@rumaenienhilfe-ramsau.de .

Die Verwaltung der Spenden übernimmt die Kongregation der Franziskanerinnen vom Kloster in Au am Inn, die Konto-Nummer bei der Raiffeisenbank Haag lautet 427195 (BLZ 701693 88).

 

Andrea Aschauer

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