Chiemgau-Orchester gibt Konzert zum Volkstrauertag am 16. November

Am Sonntag, 16. November um 19 Uhr veranstaltet das Chiemgau Orchester im Großen Kursaal in Prien,
Stauden 1 ein „Konzert zum Volkstrauertag“.

Wenn von böhmischen Komponisten die Rede ist, denkt man zunächst an Dvorak und Smetana. In den letzten Jahrzehnten hat die Fachwelt aber zunehmend die entscheidenden Beiträge böhmischer Musiker zur Ausformung und Ergänzung der Wiener Klassik des 19. Jahrhunderts erkannt und gewürdigt. Das Chiemgau-Orchester unter der Leitung seines Dirigenten Matthias Linke hat daher die Werke zweier wichtiger Komponisten aus dieser Stilepoche einstudiert.

Johann Baptist Vanhal konzipierte seine schwungvolle g-Moll Sinfonie nach Art einer „Sinfonia Concertante“ mit dankbaren Solopassagen für Violine und Viola. Die Soli werden von der Konzertmeisterin Laura Geisler und der Stimmführerin Gisela Erdt vorgetragen.

Antonio Rosetti – klingt italienisch – dahinter verbirgt sich aber ein weiterer Böhme, der wie viele Künstler seiner Zeit den Namen aus Marketingüberlegungen italienisierte. Sein Hornkonzert ist ein absolutes Virtuosenstück für Meister des Instruments. Das Konzertstück verbindet lebendige böhmische Musizierfreude mit romantischen, wegweisenden Stilelementen der frühen Klassik. Als Solist konnte der international weit bekannte Professor Johannes Hinterholzer gewonnen werden.

Die 7. Symphonie von Franz Schubert – mit dem Beinamen „Unvollendete“ – bildet gemeinsam mit der Achten den Gipfel seines symphonischen Schaffens. Das Werk
ist von ungeheuerer Wucht und beinhaltet Passagen tiefer Tragik. Es scheint, als ob der erst 31-jährige Schubert schon seinen frühen Tod vorausahnte. Nach der im letzten Sommerkonzert vorgetragenen heiteren 5. Symphonie zeigt dieses hochdramatische,
romantische Werk die immense Bandbreite Schubertscher Musik.

Der Solist Johannes Hinterholzer

studierte bei Prof. Josef Mayr und Prof. Radovan Vlatkovic an der Universität „Mozarteum“ in Salzburg und besuchte Meisterkurse bei Peter Damm, Wolfgang Wilhelmi und Anthony Halstead. Schon als Student gewann er zahlreiche Preise bei nationalen Musikwettbewerben und 1998 den Ersten Preis beim Wettbewerb „Gradus ad Parnassum“ Österreich, was zu zahlreichen Einladungen als Solist und Kammermusiker führte.
Von 1997 bis 2009 war er Solohornist des Mozarteum-orchesters Salzburg und seit 2012 ist er Solohornist der Camerata Salzburg. Johannes Hinterholzer trat als Solist mit zahlreichen bedeutenden Sinfonie- und Kammerorchestern in ganz Europa und Japan auf.
Von europäischen Spitzenorchestern wie dem Berliner Philharmonischen Orchester, dem Bayrischen Staatsorchester, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Radio-Symphonieorchester des SWR Stuttgart und vielen anderen wird er gerne in der Position als Solohornist
eingeladen. Von 2000 bis 2010 leitete er eine Hornklasse an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und seit Herbst 2008 ist er Professor für Horn an der Musikhochschule München.

Kartenvorverkauf: Ticketbüro im Haus des Gastes, Alte Rathausstr. 11
Tel. 08051/96 56 60

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg