Buch-Tipp: Waginger Franz Murr: Ich kämpfte für das Vaterland

Eine Dokumentation zum 1. Weltkrieg: Briefe eines Soldaten an seine Familie in Waging – aus dem Leben eines gewöhnlichen Soldaten im I. Weltkrieg.

Am 19. November 1917 kam der Soldat Franz Murr in Italien ums Leben. Anlässlich seines Todestages vor 100 Jahren gibt der Neffe Hans Lampertsdörfer die erhalten gebliebenen Briefe, Ansichtskarten und Dokumente seines Onkels heraus. Sie wurden damals gesammelt und in der Familie aufbewahrt.

Mit 18 Jahren zog Franz – ein Student – als Freiwilliger in den Krieg, um für sein Vaterland zu kämpfen. Er kämpfte in Frankreich und Rumänien und fiel 1917 in Italien am Monte Tomba.

Dieses Buch ist nicht nur für Waging interessant, es zeigt exemplarisch, aus der Sicht des einfachen Soldaten, wie wichtig die Verbindung zur Familie und die Nachrichten und Packerl aus der Heimat waren, aber auch, was Krieg bedeutet.

Der Umschlag des Buches zeigt ein Bild aus der damaligen Zeit: Drei Waginger sind in der Mitte des Bildes abgebildet, wie sie vom abfahrenden Zug in Traunstein zum Abschied lächeln. Der oberste von ihnen ist Franz Murr.

Im Buch finden sich weitere zahlreiche Bilder und Ansichtskarten aus der damaligen Zeit, Abbildungen von Franz‘ Orden und Auszeichnungen, Faksimiles seiner Briefe sowie offizielle Dokumente. Hier ist in einmaliger Weise das Denken, Leben und Schicksal eines normalen Soldaten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs überliefert, das uns einen Eindruck vermittelt, wie es damals vor hundert Jahren war.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg