Berliner lieben Bayerischen Käse

Da musste Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner kräftig zupacken: Mit Unterstützung der Bayerischen Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml und des BBV-Milchpräsidenten Günther Felßner zeigte sich der Minister auch am Schneidetisch als Meister seines Fachs.

Der von ihm mit Nachdruck portionierte 80-Kilo-Laib Allgäuer Emmentaler war in der Bayernhalle auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin binnen weniger Minuten vergriffen. Bayerischer Käse ist derzeit ohnehin der große Renner unter dem Funkturm. Mehr als 60 der insgesamt rund 400 Käsesorten aus dem Freistaat können von den Messegästen in der Bayernhalle probiert werden. Besonders beliebt sind neben Allgäuer Emmentaler traditionell auch die anderen herkunftsgeschützten Sorten wie Allgäuer Bergkäse oder Weißlacker.
Nach Angaben des Ministers wurden vergangenes Jahr in Bayern rund 900 000 Tonnen Käse hergestellt. Den größten Anteil hat Frischkäse mit rund 320 000 Tonnen, gefolgt von Mozzarella mit etwa 190 000 Tonnen und Hartkäse mit 166 000 Tonnen. Bayern ist damit Käseland Nummer Eins in Deutschland. Mehr als ein Drittel der gesamtdeutschen Produktion kommt aus dem Freistaat. Mit einem Exportwert von rund 1,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist Käse für die bayerische Ernährungswirtschaft der Exportschlager schlechthin. Hauptabnehmer sind Italien, Frankreich, Österreich und die Niederlande.

Foto Schmalz/StMELF

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg