Bayerns Waldbäume werden unter die Lupe genommen

Ab kommendem Montag wird wieder der Gesundheitszustand der bayerischen Wälder überprüft. Wie Forstminister Helmut Brunner mitteilte, sind dazu in den nächsten Wochen 30 speziell geschulte Försterinnen und Förster im ganzen Freistaat unterwegs. Ausgerüstet mit Fernglas, Computer und speziellen Messinstrumenten kontrollieren sie an mehr als 200 Aufnahmepunkten Laub und Nadeln von rund 9 000 Waldbäumen. Zusätzlich werden Schäden durch Sturm, Hagel, Trockenheit sowie Pilz- und Insektenbefall erfasst. Um detaillierte Aussagen zu den Auswirkungen des extremen Trockensommers im vergangenen Jahr treffen zu können, werden in den besonders betroffenen Gebieten, etwa im Alpenraum und auf der Fränkischen Platte bei Würzburg, mehr Bäume als sonst untersucht. Die Außenaufnahmen dauern bis Ende Juli. Anschließend wertet die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising die Daten aus. Die Ergebnisse werden im Herbst dem Bayerischen Landtag vorgestellt und im Internet veröffentlicht.

Die Aufnahmepunkte werden auf Basis eines landesweiten Rasters festgelegt, das für alle häufigeren Baumarten statistisch abgesicherte Aussagen zulässt. Auch die Messungen der 18 bayerischen Waldklimastationen werden in die Aufnahme einbezogen. Die jährliche Kronenzustandserhebung ist Bestandteil des langfristigen Umwelt-Monitorings des Freistaats und wird seit über 30 Jahren durchgeführt. Sie liefert laut Brunner wichtige Hinweise zur Waldbewirtschaftung, etwa zum Anbaurisiko bestimmter Baumarten in Zeiten des Klimawandels oder zur Verbreitung von Schädlingen.

Foto: Hötzelsperger – Waldeindrücke von der Herreninsel 

 

 

 

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg