Bayerische Vertretung ehrte Verein der Bayern in Berlin

Der Leiter der Bayerischen Vertretung in Berlin, Dr. Rolf-Dieter Jungk, überreicht dem „Verein der Bayern in Berlin“ ein Bild der Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zum 140. Gründungsjubiläum.

Nach den Feierlichkeiten zum 140. Gründungsjubiläum, am 1. Oktober 2016 wurde dem „Verein der Bayern in Berlin“ noch eine besondere Ehre zuteil.
Der Leiter der Bayerischen Landesvertretung in Berlin, Dr. Rolf-Dieter Jungk, überreichte einer Abordnung der Vereins zum Jubiläum ein Bild der Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit einer persönlichen Widmung. Herr Dr. Jungk ist seit dem 1. September 2016 als „Bevollmächtigter des Freistaates Bayern beim Bund“ neu im Amt. Bei einem regen Gedankenaustausch würdigte Herr Dr. Jungk die bayerische Brauchtumspflege des Vereins in der Bundeshauptstadt. Er hat sich für das nächste Jahr fest vorgenommen, bei einer der traditionellen Brauchtumsveranstaltungen, bzw. Heimatabende, der Almhütte des Vereins einen Antrittsbesuch abzustatten. Der Vorsitzende des Vereins der Bayern in Berlin, Helmut Amberger, bedankte sich bei Herrn Dr. Jungk recht herzlich für das Jubiläumsgeschenk und überreichte ihm zum Dank eine Festschrift, sowie ein Erinnerungsband vom 140. Gründungsfest des Vereins.

Bericht und Bilder: Helmut Amberger, Verein der Bayern in Berlin

140 Jahre Grußwort von Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer beim Verein der Bayern in Berlin
Die Bayern und die Preußen waren sich im 19. Jahrhundert nicht besonders gewogen. Sie haben sogar einmal im Krieg aufeinander geschossen, das war 1866 bei Kissingen, dem späteren Kurort des Reichskanzlers Bismarck. Da erscheinen selbst manche folkloristische Schwänke, welche bis heute die unterschiedlichen Mentalitäten aufs Korn nehmen, als harmlos. Was 1870/71 geschah, von bayerischer Seite emotional eher widerwillig, aber schließlich doch mit wachem Sinn für historische Prozesse erfolgreich zusammengeführt. Wenige Jahre nach der Reichsgründung waren die Bayern in der preußischen Metropole und Reichshauptstadt Berlin bereits so selbstbewusst, dass sie einen eigenen Verein gründeten, dessen 140-jähriges Bestehen wir 2016 feiern können. Dazu gratuliere ich herzlich.
Es ist ein Stück Lebenserfahrung: Egal wohin man seinen Lebensmittel-punkt verlegt, eine gehörige Portion Heimweh begleitet einen. So ergeht es auch den Bayern in Berlin. Dabei ist es keineswegs so, dass sie sich in ihrer Wahlheimat nicht wohlfühlen würden. Berlin ist unbestritten eine attraktive Stadt. Gleichwohl ist man in Bayern seinen Traditionen eng verbunden. Wir sind stolz auf unsere Geschichte und Kultur, und wir praktizieren bis heute selbstbewusst unser überliefertes Brauchtum. Es ist ein wichtiger Quell unserer Identität und Kraft. Deshalb ist es auch ganz selbstverständlich, dass sich Bayern in Berlin zusammenfinden, um sich dieses schöne Stück der alten Heimat auch in ihrer neuen zu bewahren. Nach dem bayerischen Grundsatz „leben und leben lassen“ geschieht dies in Berlin auf liebenswürdiger weise. So sorgt der Verein nicht nur für den Kontakt zwischen seinen Mitgliedern, sondern wirbt zugleich erfolgreich um Sympathie für unser Land. Dafür danke ich herzlich.
Dem Verein der Bayern in Berlin wünsche ich ein gelungenes Jubiläumsfest und weiterhin eine erfolgreiche Arbeit.

Grußwort von Ministerialdirigent Dr. Rolf-Dieter Jungk, Bevollmächtigter des Freistaates Bayern beim Bund

Herzlich grüße ich meine Landsleute in der Bundeshauptstadt.
Als neu in Berlin angekommener Oberpfälzer ist es schön, auf märkischem Sandboden ein Stück Heimat vorfinden zu können. Als Repräsentant des Freistaates freue ich mich zudem, dass ich bei meiner Aufgabe, in Berlin für unsere Positionen, sowie für bayerische Kultur und Lebensart zu werben, auf so viele Verbündete zählen darf.
Seit 140 Jahren lindern die Bayern in Berlin gemeinsam ihr Heimweh und werben zugleich auf sympathische Weise für unser weiß-blaues Land. Ursprünglich bot der Verein auch Hilfe und Unterstützung für in Not geratene Landsleute. Das ist Gott sei Dank nicht mehr nötig. Auf den Veranstaltungen des Vereins treffen heute Bayern, Oberpfälzer, Franken und Schwaben auf Preußen und viele andere, die sich in der Bundeshauptstadt ebenso wie wir als „Zuogroaste“ bewähren müssen. Er leistet damit einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben der Stadt und für ein einträchtiges Miteinander zwischen dem Berliner Bären und dem Bayerischen Löwen.
Dem Verein der Bayern in Berlin gratuliere ich herzlich zu seinem Jubiläum, seinen Mitgliedern danke ich für ihr Engagement. Die weitere Arbeit des Vereins begleiten meine besten Wünsche.

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg