Bayer. Rundfunk ändert Blas- und Volksmusiksendungen

Seit einem Jahr gibt es beim Bayerischen Rundfunk den Digital-Sender BR Heimat. Genau am Maria-Lichtmeß-Tag, 2. Februar 2015, hat der Sender seinen Betrieb aufgenommen und er sendet seitdem rund um die Uhr Volksmusik, Blasmusik und Geschichten zu bayerischen Belangen. BR Heimat hat sich in kürzester Zeit zum erfolgreichsten Digitalprogramm des Bayerischen Rundfunks entwickelt und erfreut sich nicht nur in Bayern, sondern auch bei Bayern und Freunden bayerischer Lebensart auf der ganzen Welt wachsender Beliebtheit.

Diese Ein-Jahres-Erfolgs-Bilanz war der erste Hauptpunkt bei einer Zusammenkunft von BR-Intendant Ulrich Wilhelm mit Verantwortlichen aus bayerischen Verbänden, die sich um bayerische Themen und Inhalte bemühen. Die Zukunft der Volks- und Blasmusiksendungen auf den verschiedenen Wellen des Bayerischen Rundfunks war dann ein weiterer Schwerpunkt der Gesprächsrunde im Veranstaltungssaal beim BR. Die Volksmusik-Sendung auf Bayern 1 von 19 Uhr bis 20 Uhr sowie die Sonntags-Blasmusik sind von den Änderungsplänen stark betroffen, da Inhalte auf den Wellen Bayern 1 und Bayern 3 neu gestaltet werden, um damit auf Erkenntnisse aus der Hörerforschung und aus der Gesamthörerschaft zu reagieren. „In Zeiten der Digitalisierung wollen wir nur behutsam in die bisherigen Gewohnheiten eingreifen“ – so der Intendant zu Beginn seiner Ausführungen. Die tägliche Volksmusiksendung und die Blasmusiksendungen mit Georg Ried werden seit einem Jahr nicht nur auf Bayern 1, sondern auch auf BR Heimat ausgestrahlt. Dabei kann Stefan Frühbeis als Leiter von BR Heimat auf derzeit 25.000 Titel aus seinem reichhaltigen Volksmusikarchiv zur Programmgestaltung zurückgreifen. Ab Pfingsten (15. Mai) werden Blas- und Volksmusik allerdings nicht mehr auf Bayern 1, sondern nur noch auf BR Heimat zu hören sein. BR Heimat hat bislang 110 000 Hörerinnen und Hörer – Tendenz stark steigend.

Wie Max Bertl als Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes sowie weitere Vertreter der „Bürger-Allianz“, einem Zusammenschluss bayerischer Groß-Verbände, bei der Diskussion mit Intendant Ulrich Wilhelm und seinen Abteilungsleitern sagte, sollen jetzt mit Nachdruck in Bayern die Empfangsmöglichkeiten für digitale Radiosendungen auf nahezu 100 Prozent geschaffen werden. „Die Beschaffung von Digital-Radios für zu Hause ist heute kein Problem mehr, für die Auto-Radios werden noch preisliche Verbesserungen erwartet; entscheidend bei den Änderungen ist es, dass BR Heimat flächendeckend empfangen werden kann
“ – so der Tenor aus den Reihen der Diskussionsteilnehmer, zu denen auch Vertreter der Bairischen Mundart, des Bayernbundes, der Sportschützen und der Blasmusik gehörten. Beim heurigen Volksmusik-Großereignis zu Pfingsten in Regen („Drumherum“) will der BR mit weiteren Erkenntnissen zu seinem geplanten Programm-Umbau informieren.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom Gespräch der Verantwortlichen aus bayerischen Brauchtums-Verbänden mit Intendant Ulrich Wilhelm vom BR.
1. Gruppenbild mit Intendant Wilhelm
2. Weitere Bilder

Nähere Informationen: www.br-heimat.de

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg