Bayer. Heilbäderverband: Entwurf des neuen Präventionsgesetzes ist nicht ausreichend

Der Bayerische Heilbäder-Verband hat den Referenten-Entwurf für das neue Präventionsgesetz des Bundes als nicht ausreichend kritisiert. „Es gibt durchaus positive Ansätze, doch bei den medizinischen Vorsorgeleistungen sehen wir noch erheblichen Diskussionsbedarf“, erklärte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (BHV) Klaus Holetschek in einer ersten Stellungnahme.

„Grundsätzlich begrüßen wir die Ziele des Gesetzes, die Gesundheitsförderung und die Prävention zu stärken. Im Gesetz sollten die Versicherten aber mehr Wahlmöglichkeiten für die Vorsorgeleistungen haben.“ Holetschek bekräftigte die Forderung des Verbandes, wohnortnahe und wohnortferne Maßnahmen gleichzustellen.
„Die meisten Kuren werden nach wie vor mit der Begründung abgelehnt, dass vor Ort nicht alle Präventionsangebote ausgeschöpft wurden. Die bayerischen Heilbäder und Kurorte stehen seit Jahrzehnten für erfolgreiche, qualitätsgesicherte und medizinisch evaluierte Präventionsangebote. Viele Angebote sind mit ortsgebundenen Heilmitteln auf individuelle Indikationen zugeschnitten. Es ist uns ein Rätsel, warum hier der Patient nicht das Recht haben sollte, Vorsorgemaßnahmen unter optimalen Bedingungen und mit den besten medizinischen Vorsorgeleistungen wählen zu können.“ Dies würde auch die Eigenverantwortung der Patienten stärken. „Wir brauchen eine Patientenautonomie und keine Patienten als Bittsteller – nur so hat Prävention eine Zukunft.“
Die geplante Erhöhung der Zuschüsse für Kuren sei zwar erfreulich, doch angesichts dramatisch zurückgehender genehmigter Vorsorgeleistungen kein großer Schritt in Richtung Prävention. Der Bayerische Heilbäder-Verband wird seine Forderungen in die Beratungen zum Gesetzentwurf einbringen. „Wir sind selbst in Sachen Prävention nicht untätig“, hob Holetschek hervor. Er verwies auf das erste „Bündnis für gesunde Mitarbeiter“, das der BHV initiiert hat.

Gemeinsam mit der AOK Bayern, der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) will der Verband das betriebliche Gesundheitsmanagement in den Unternehmen ankurbeln.

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Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg