Bad Endorfer spielen heuer Terese von Avila – Erfolgreiche Premiere

Über vierhundert Zuschauer und zahlreiche Ehrengäste erlebten am Pfingstmontag die Premiere des Stücks Teresa von Ávila im Volkstheater Bad Endorf. Bürgermeisterin Doris Laban lobte das herausragende Engagement der Spieler und die gelungene Inszenierung.Als alte Frau erzählt die Heilige Teresa von Ávila, die dieses Jahr ihren 500sten Geburtstag feiert, ihre aufregende Lebensgeschichte. So beginnt das etwa drei Stunden lange, mit liebevollen Details und aufwändigen Bühnenbildern inszenierte Drama um die am 28. März 1515 geborene Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada aus Kastilien, die 1562 ihr erstes Kloster gründete und 1622 heilig gesprochen wurde. Paula Aiblinger, die in acht Zwischenszenen Teresa als alte Frau spielt, recherchierte und schrieb fast ein Jahr lang an der Geschichte, die von Spielleiter Josef Kößlinger mit etwa 60 Spielern auf der Bühne umgesetzt wurde. Wie detailreich und durchdacht das Bühnenstück geworden ist, wird spätestens in einer Marktszene deutlich, die mit viel Applaus belohnt wurde. Die stets kränkliche Teresa von Ávila (Christine Roßmy) wird nach Beceda zu einer Heilerin (Annemarie Ramoser) gebracht. Damit die Arbeit der Heilerin live auf der Bühne gezeigt werden kann, stellte Ina Siferlinger aus ihrer Naturheilpraxis echte Blutegel, die für eine Schröpfkopfmassage benötigten Glaskugeln und viele weitere Dinge zur Verfügung. Umgeben wird die Heilerin von Händlern und einkaufenden Bürgern. Im Hintergrund befindet sich zusätzlich eine Kirche, in der Teresa einem sündhaft gewordenen Priester (Konrad Hamburger) die Beichte abnimmt.

Um das Stück nicht unnötig in die Länge zu ziehen, werden einige Szenen, darunter das Sprechzimmer im Kloster der Menschwerdung, mehrmals eingesetzt. Notwendige Umbauten passieren häufig hinter einem blauen Vorhang während Paula Aiblinger vor diesem Vorhang ihre Zwischenszenen spielt. Nur so war es möglich die in Bad Endorf übliche Spielzeit von etwa drei Stunden trotz der umfangreichen Handlung nicht zu überschreiten. Besonders beeindruckt zeigten sich die Zuschauer auch vom Chor der Karmelitinnen, in dem vor allem Barbara Bichler und Sonja Niedermaier mit ihren Gesangskünsten glänzen. Bühnenbeleuchter Peter Pichler unterstreicht die Szenerie und auch die darauf folgende Schlussszene mit stimmungsvollem Licht und Kerzenschein.
Nach dem Schlussapplaus luden die Theaterspieler alle geladenen Ehrengäste zu einem Sektempfang hinter der Bühne ein, wo diese Gelegenheit fanden das erlebte Stück noch einmal in Gedanken Revue passieren zu lassen und zu sehen wie es hinter den Kulissen von Bayerns drittältestem Theater aussieht.
Weitere Aufführungen des Stücks Teresa von Ávila finden noch bis 28. Juni, jeweils sonntags um 14 Uhr und freitags um 20 Uhr statt. Karten erhalten Sie im Vorverkauf auf www.theater-endorf.de oder unter der Telefonnummer 08053-3743.

Fotos: Theatergesellschaft Bad Endorf mit Aufnahmen vom Stück Teresa von Avila

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg