Aschauer empfangen und ehren Weltmeister Björn Kircheisen

„Kinder brauchen Vorbilder, hier und heute haben wir mit dem Weltmeister Björn Kircheisen ein leibhaftiges Vorbild für die Kinder unseres Wintersportvereins, haben wir einen Weltmeister zum Anfassen in unserer Mitte“, begrüßte der zweite Bürgermeister von Aschau Max Pfaffinger den Goldmedaillengewinner von Lahti.

„Wir freuen uns, dass Björn Kircheisen hier bei uns in Aschau wohnt, hier ist er nicht nur bestens gelandet und aufgehoben, sondern findet er auch die nötige Entspannung von Wettkämpfen und Training“.
Voll mit Menschen war der sonst so ruhige Aschauer Kurpark hinter dem Rathaus, Tourismus Chef Herbert Reiter hatte einen Riesenempfang für den frischgebackenen Weltmeister organisiert, mit spalierstehenden Kindern des WSV Aschau, mit Deutschlandfahnen für jeden Fan, mit der Aschauer Musikkapelle, mit den Mitgliedern der beiden Trachtenvereine, mit Gänsehaut-Bildern und ebensolcher Musik, mit Feuerschalen und wehenden Fahnen und natürlich mit ein paar Reden. Lebensgroße Bilder des Goldmedaillengewinners an den Ortseingängen wiesen schon seit Tagen auf den großen Abend hin, aber der Hauptdarsteller gab sich weitgehend ahnungslos.
So war er nach seinen Worten sehr überrascht, als er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Saskia Spindler am Abend von der Polizei daheim abgeholt und in den Kurpark eskortiert wurde. Als Angehöriger der Bundespolizeisportschule Bad Endorf sind ihm die weißblauen Fahrzeuge zwar vertraut, aber mit Polizeieskorte durch Aschau zu fahren ist – zumindest – ungewohnt. Auch der Umgang mit Fans ist ihm wohl vertraut – aber Aschau schlug an diesem Abend alles. Die Kinder und Aktiven der Nordischen Abteilung des WSV Aschau standen Spalier – in der einen Hand einen Langlaufski und in der anderen eine Deutschlandfahne, der Kurpark war voll mit wehenden Fahnen in Schwarz, Rot und Gold. Die Aschauer Musikkapelle spielte vom Eintreffen im Kurpark, beim Gang durchs Spalier bis hin zum Empfang am Musikpavillon – Gänsehaut pur. Zwei Hohenaschauer Trachtler zogen zur Olympiafanfare die Fahnen Deutschlands und der Gemeinde Aschau auf und dann begannen die Reden. „Nicht alle Tage gibt es einen Weltmeister zu sehen. Wir freuen uns und sind stolz, einen Goldmedaillengewinner und Weltmeister als Gemeindebürger zu haben“, Tourismuschef Herbert Reiter würdigte nach der Begrüßung durch Max Pfaffinger die sportlichen Leistungen von Björn Kircheisen in dieser Saison und in der Vergangenheit – vom Vogtlandsportler des Jahres 2001 bis zur Weltmeisterschaft 2017 im finnischen Lahti. Ausführlich ging er auf den Lebenslauf und die zahllosen Erfolge des Weltmeisters ein, mit einer Bildschirmpräsentation brachte er die Tage von Lahti und den Gewinn der Weltmeisterschaft auch denen nahe, die die Ereignisse nicht unmittelbar am Fernsehgerät miterlebt hatten.
Bereits unmittelbar nach Kircheisens Rückkehr aus Finnland habe Bürgermeister Peter Solnar dem frischgebackenen Weltmeister und Medaillengewinner zu dieser herausragenden Leistung gratuliert. Herbert Reiter weiter: „So konnten wir Dich, lieber Björn, im Preysingsaal auf Schloss Hohenaschau mit einer Besonderheit überraschen: Du wurdest der Taufpate für einen Adler aus der Falknerei südlich des Schlosses Hohenaschau. Dieser „König der Lüfte“ hört nun auf den Namen „Björn“. Ein passenderes Geschenk hätte es für den „Gold-Flieger“ sicherlich nicht geben können – zwei, die durch die Luft segeln…“.
Staunend ließ Björn Kircheisen alle Ehrungen über sich ergehen, er sei sprachlos, was die Gemeinde Aschau hier in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt habe, bedankte er sich bei den Organisatoren. Hier in Aschau gebe es ideale Bedingungen für alle Sportler, er habe auf der Loipe in Sachrang Hunderte, ja Tausende von Kilometern zurückgelegt und bedanke sich vor allem beim Fahrer des Pistenbullys für die hervorragende Präparierung der Strecke zu jeder Zeit. Als Dank für den Abend überreichte er Herbert Reiter seine Startnummer, mit der er in Finnland so erfolgreich war. Sie wird in den Räumen der Tourist Info einen Ehrenplatz finden.
Der Leiter der Sportschule Bad Endorf Thomas Leuthardt und Trainer Nico Reichenberger bedankten sich bei der Gemeinde Aschau für die phänomenale Ausrichtung des Empfangs für den Weltmeister und würdigten die sportlichen Leistungen von Björn Kircheisen. Sie wünschten ihm weiterhin alles Gute, sportliche Erfolge und Lebensfreude auf allen Wegen und dass er stets seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden könne.
Dann wurde es dunkel im Kurpark. Zwei Trachtenkinder des Trachtenvereins Niederaschau brachten im gleißenden Scheinwerferkegel zur Musik von „Chariots of fire“ ganz feierlich das Goldene Buch der Gemeinde Aschau zum Musikpavillon und Björn Kircheisen trug sich darin ein. Das war’s dann auch schon – aber der Abend war noch lange nicht vorbei. Unzählige Autogramme musste der Weltmeister noch geben auf Postkarten, auf Mützen, Käppis und T-Shirts und unzählige Fragen beantworten nach seiner Laufbahn, nach seinen Siegen und Erfolgen – und der Kurpark wurde lange nicht leer.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg –

Björn Kircheisen und seine Lebensgefährtin Saskia Spindler gehen durch das Spalier des WSV Aschau

Der zweite Bürgermeister von Aschau Max Pfaffinger – Tourismuschef Herbert Reiter – Weltmeister Björn Kircheisen und seine Lebensgefährtin Saskia Spindler

Die Startnummer mit der Nummer 16 trug Weltmeister Björn Kircheisen bei seinem Erfolg

Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Aschau

Einen Skilangläufer aus Schokolade und einen Riesenstrauß Tulpen für Weltmeister Björn Kircheisen und seine Lebensgefährtin Saskia Spindler

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg