Am Grab von Peter Riepertinger aus Bernau

Eine große Trauergemeinde nahm in der Pfarrkirche „St. Laurentius“ in Bernau Abschied von Peter Riepertinger. Der „Wieser-Opa“ verstarb nach einem arbeitsreichen Leben im Alter 88 Jahren.

Kaplan Stefan Leitenbacher erinnerte beim Requiem daran, das Riepertinger nicht nur ein guter Familienvater für zwei Kinder sowie für die Enkel- und Urenkelkinder war, sondern auch ein gläubiger Christ und ein Bauer mit Leib und Seele. Zudem war er ein leidenschaftlicher Musikant auf mehreren Instrumenten. Das Leben von Peter Riepertinger begann auf dem Wastlhof in Elperting bei Prien, es folgten Schulzeit und Chormitgliedschaft in Wildenwart. Auf dem elterlichen Hof musste er schon bald nach dem frühen Tod seines Vaters bei der Stall- und Feldarbeit anpacken. Zwei Jahre war er dann Knecht auf dem Bein-Hof in Arbing ehe er durch Heirat nach Wiesen oberhalb von Bernau kam. Viel übrig hatte er für die Trachtenvereine von Bernau und Atzing. Am offenen Grab dankte Bernaus Trachtenvorstand Franz Praßberger für 33jährige Mitgliedschaft und für viele Veranstaltungsteilnahmen bei Vereinsterminen und Gaufesten. Für den Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing würdigte Vorstand Anton Hötzelsperger ein langes und aktives Trachtlerleben. Der „Wastl-Peter“ war von 1946 bis 1957 aktiver Plattler und Vereinsmusikant, von 1955 bis 1957 Zweiter Kassier und er wurde bereits 1972 zum Ehrenmitglied ernannt. Weitere Ehrungen des Vereins und durch den Chiemgau-Alpenverband folgten. In wenigen Wochen hätte Peter Riepertinger bei der Atzinger Jahresversammlung die Auszeichnung für 70 Jahre Vereinstreue empfangen dürfen. Die Bernauer und Atzinger Trachtler dankten dem Verstorbenen am offenen Grab mit dem Fahnengruß und mit einem Kranzgebinde. Die musikalische Gestaltung der Trauerfeierlichkeiten in Kirche und auf dem Gottesacker übernahmen Bläser-, Volks- und Ziachmusikanten.

Sterbefoto: Peter Riepertinger aus Bernau-Wiesen

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg