Am Grab von Oskar Westermeyr aus Prien

„Alles im Leben hat seine Zeit und  seine Stunde“ – mit diesen Worten begann Monsignore Klaus Franzl in der voll besetzten Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ das Requiem für den am Zweiten Weihnachtsfeiertage im Alter von 84 Jahren verstorbenen Diplom-Ingeneur Oskar Westermeyr aus Prien. Und der Geistliche fuhr fort: „Nur eine Woche nachdem seine Frau Gerdi Westermeyr ihren 80. Geburtstag feiern konnte, war die Zeit des Abschiednehmens für ihren Mann gekommen. Gott allein ist der Herr über die Zeit“, so der frühere Priener Kaplan, der anschließend daran erinnerte, dass Oskar Westermeyr im Krieg, in den Nachkriegsjahren, im Studium und im Beruf die Höhen und Tiefen des Lebens kennenlernte. Gerne war der Verstorbene in den heimischen Bergen unterwegs, besonders an seinem Lieblingsberg, dem Geigelstein. In den Bergen lernte er auch seine Ehefrau kennen, die er 1957 heiratete. Viel Zeit widmete er seiner Familie, für die zwei Kinder und für die Enkelkinder war er geschätzter Mittelpunkt. Auch für gesellschaftliche Aufgaben und für die Vereine hatte der Verstorbene viel übrig. So war er von 1963 bis 1969 Präsident der Faschingsgesellschaft Prienarria (und anschließend dessen Ehrenpräsident), viele Vereins-Aktivitäten pflegte Westermeyr mit dem Alpenverein, mit der Liedertafel und mit der Wasserwacht. Weitere Freundschaften pflegte er in gemeinschaftlichen Urlaubsaufenthalten in Kroatien, Südtirol und in der Steiermark. In seinem Nachruf tröstete Monsignore Franzl die Angehörigen mit den Worten „Für Christen bleibt die Zeit nicht stehen, mit dem Tod wird hineingestorben in das Licht Gottes“. Oskar Westermeyr fand unter Bläserweisen seine letzte Ruhestätte auf dem Priener Friedhof.

Sterbefoto: Oskar Westermeyr

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg