Am Grab von Max Hilger in Frasdorf

Nur wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag verstarb in Frasdorf der Bäckermeister und langjährige zweite Mesner Max Hilger. Auf dem Frasdorfer Friedhof fand er neben der Pfarrkirche Sankt Margaretha seine letzte Ruhestätte.

Pfarrer Hermann Overmeyer, zwei Fahnenabordnungen der Ortsvereine von Frasdorf und die Frasdorfer Pfarrgemeinde gaben dem Verstorbenen das letzte Geleit auf seinem Erdenweg.
Max Hilger wurde 1936 in Schralling/Hirnsberg geboren. Hier wuchs er mit seinen Geschwistern auf und ging zur Schule. Nach dem Schulabschluss lernte er das Bäckerhandwerk, 1961 machte er seinen Meister. Im Jahr darauf heiratete er seine Resi, gemeinsam zogen sie nach Frasdorf und pachteten die Bäckerei Soyer unmittelbar neben der Kirche. Eine Tochter und ein Sohn gingen aus der Ehe hervor. 1975 kauften sie das Anwesen der Bäckerei, besonders die „Hilger-Brezen“ aus der Backstube des Meisters waren weitum bekannt und beliebt.
Zeitlebens waren die Familie und die Kirche der Mittelpunkt seines Lebens um den sich alles drehte; vier Jahre war er Mitglied im Pfarrgemeinderat, 24 Jahre lang arbeitete er in der Kirchenverwaltung mit und 15 Jahre lang half er als zweiter Mesner bei allem, was der Dienst für die Kirche und die Allgemeinheit erfordert. Die Frasdorfer Oberministrantin bedankte sich beim Trauergottesdienst bei ihm für alles, was er – stets gut gelaunt und zu Späßen aufgelegt – für die Ministranten getan hatte. Alle Frasdorfer Ministranten kamen zum Trauergottesdienst und nahmen Abschied, die Ministrantenkleider reichten gar nicht aus, so groß war die Schar. Nach dem tragischen Tod ihres Sohnes Max wurde die Bäckerei Hilger 1995 aufgegeben, das Ehepaar verkaufte das Anwesen im Schatten des Kirchturms und zog sich aus der Dorfmitte in das neu gebaute Haus am westlichen Dorfrand zurück. Obwohl er nun nicht mehr in unmittelbarer Nachbarschaft der Pfarrkirche St. Margaretha wohnte, kümmerte er sich weiter um das Gotteshaus und alle damit verbundenen Aufgaben.
Trachtenvorstand Sepp Enzinger bedankte sich bei Max Hilger für sein Wirken. Seit 1974 war er Mitglied im Trachtenverein und wirkte still im Hintergrund, so wie er sich auch im gemeindlichen Leben stets im Hintergrund hielt. Max Hilger habe sich um das Dorf verdient gemacht und nun still und leise endgültig „Pfiat Euch Gott“ gesagt, wie es auf dem Sterbebild abgedruckt war.

Bericht: Heinrich Rehberg

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg