Am Grab von Lorenz Freund aus Mitterreith

Anton Hötzelsperger —  3. Dezember 2016

wiwa-freund-lorenz-27_11_2016Lorenz Freund, der „Gaggn Lenz von Mitterreith“ verstarb nach langer Krankheit. Auf dem Wildenwarter Friedhof fand er unterhalb der Kirche Christkönig seine letzte Ruhestätte im Familiengrab.

Pater Joshy, die Fahnenabordnungen der Feuerwehr und des Trachtenvereins von Wildenwart und die Wildenwarter Pfarrgemeinde gaben dem Verstorbenen das letzte Geleit auf seinem Erdenweg.
Lorenz Freund wurde 1938 als Ältester von sechs Söhnen in Mönibuch/Wildenwart geboren. Auf dem Gaggnhof in Mitterreith wuchs er mit seinen fünf Brüdern auf und ging in Wildenwart zur Schule.

Nach dem Schulabschluss arbeitete er als Ältester zuerst auf dem heimischen Hof mit, schließlich übernahm er ihn von seinen Eltern. Als fleißiger und pflichtbewusster Bauer hielt er das Sach in Ordnung und übergab es schließlich beim Eintritt ins Rentenalter an seinen Bruder Peter. Lorenz Freund blieb unverheiratet, er kümmerte sich aber gerne um die Kinder seiner Brüder. Nach einer schweren Operation und einem Schlaganfall war er lange Jahre ans Haus und zuletzt ans Bett gefesselt.
Zeitlebens galt seine Liebe der Musik; seit der Gründung der Musikkapelle Wildenwart durch Lehrer Pfaffenzeller 1955 war er Mitglied der Musik und spielte begeistert mit. Auch bei der Priener Musikkapelle half er mit aus. 2005 erhielt er das Ehrenzeichen des Musikbundes von Ober- und Niederbayern für 50 Jahre aktives Musizieren. Zahllosen Verstorbenen erwies Lorenz Freund auf dem Friedhof mit seiner Musik die letzte Ehre, bei zahllosen Konzerten und Veranstaltungen spielte er in 50 Jahren aktiv mit. Die Musikanten der Wildenwarter Musikkapelle unter der Leitung von Vorstand Helmut Rosenwink nahmen am offenen Grab Abschied von ihrem Musikerkameraden. Für den Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ sagte zweiter Vorstand Florian Stoib „ein letztes Mal Pfüat Gott zum Gaggn Lenz“. Lorenz Freund erhielt alle Ehrungen, die der Trachtenverein und der Chiemgau-Alpenverband zu vergeben haben, beim Trachtenverein war er über 60 Jahre lang als aktives Mitglied mit dabei.

Bericht: Heinrich Rehberg

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg