Besonderer Nikolaus-Besuch in Aschauer Kinder-Behandlungszentrum

Der Heilige Nikolaus lässt seine Kinder im Behandlungszentrum in Aschau nicht alleine: den ganzen Tag warteten sie auf ihn und staunten nicht schlecht, als er beim Einbruch der Dunkelheit quer über die Felder von Aufham her hoch zu Ross im Franziskushof eintraf.

Eine ganze Schar Gebirgsjäger begleitete ihn mit leuchtenden Fackeln. Der heilige Bischof begrüßte alle Kinder des Behandlungszentrums und brachte auch den Kindern aus dem Dorf ihre Geschenke mit. Aus seinem großen Goldenen Buch las er viel Gutes über die Kinder im Behandlungszentrum, in der Kinderklinik und in der Tagesstätte; zu seiner besonderen Freude trugen sie ihm Lieder und Gedichte vor. Zum Abschluss bescherte er die Kinder mit einem Sackerl voller Leckereien: Äpfel, Nüss und Mandelkern.
So entstehen Traditionen: es ist ein ganz besonderer Nikolaus, der seit 1960 aus Bad Reichenhall in das Behandlungszentrum nach Aschau kommt. Er hat auch immer ganz besondere Helfer mit dabei, keinen Krampus, keine Engel, keine Perchten und keine Buttenmandl, wie es in Bad Reichenhall und im Berchtesgadener Land sonst der Brauch ist, sondern ein Dutzend junge Männer in der schmucken Uniform der dritten Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231. Die Bad Reichenhaller Gebirgsjäger besuchen seit Jahrzehnten die Kinder der Klinik und bringen über den Nikolaus ihre Geschenke für die Kinder. Vor 56 Jahren haben die Reichenhaller Jager die Patenschaft für die damalige Orthopädische Kinderklinik übernommen, stets mit Leben erfüllt und weit über fünf Jahrzehnte aufrechterhalten. Für die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des Bataillons ist es in allen Jahren selbstverständlich gewesen, in jedem Jahr nach Aschau zu kommen, ganz egal wie voll auch ihr Terminkalender war und ob sie gerade vom Truppenübungsplatz oder aus dem Einsatz aus dem Kosovo oder von Afghanistan direkt nach Aschau kamen. Zahlreiche junge Wehrpflichtige hatten dadurch als Begleiter des heiligen Kinderfreundes und Fackelträger auf ihrem Weg durch die Krankenzimmer und Aufenthaltsräume zum ersten Mal Kontakt mit Behinderten und Behinderungen.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg